Syrien: 3. Rundbrief von Johannes Dörrenbächer

24. Februar 2010 von johannes.doerrenbacher

Dritter Rundbrief aus Syrien

Lieber Leser, Liebe Leserinnen,

nun sind schon fast sechs Monate meines Freiwilligendienstes in Syrien zu Ende. Einerseits ist diese Zeit nur so dahin geflogen, andererseits habe ich in diesen sechs Monaten schon so viel erlebt, gesehen und mich weiter entwickelt, dass es locker ein normales Jahr gefüllt hätte.

Weihnachten, Neujahr und mein Geburtstag lagen in der Zeit zwischen dem Schreiben dieses Rundbriefes und dem Schreiben des letzten und dennoch weiß ich mal wieder nicht recht, wo ich anfangen soll. Zu viel ist passiert und geschehen und die grundsätzlichen Gegebenheiten hier in Syrien haben sich im neuen Jahr nicht geändert. Meine Arbeit ist in etwa dieselbe geblieben und auch meine Freunde hier sind die selben guten Freunde, die mitunter dafür verantwortlich sind, dass ich mich hier so wohl fühle. Von was soll ich euch also berichten? Von meinen Gedanken, die sich wohl um die typischen Fragen eines Freiwilligen im Ausland drehen, von meinen noch immer anhaltenden Sprachproblemen oder von den vielen kleinen alltäglichen, von zum Kopf schütteln wahnsinnigen bis hin zu wunderschönen faszinierenden Momenten?

Ich weiß nicht, wie ich all das in einem Rundbrief verarbeiten soll. Mein Ziel in diesen Rundbriefen ist es ja nicht, euch mit meinen Gedanken zu bewerfen, sonder vielmehr euch ein kleines Bild aus meiner Sicht über dieses Land und meinen Dienst zu geben. Daher möchte ich ganz einfach kurze Momentaufnahmen geben, kleine Bilder meines Alltags, anstatt, wie in meinen vorherigen Rundbriefen, immer die gesamte Zeit, die ich erlebt habe, zu schildern. Denn wer wirklich an den größeren Erlebnissen interessiert ist, wer an einzelnen Tagen von mir interessiert ist, wer mehr als nur kurze Momentaufnahmen haben möchte, der kann gerne auf meinem Blog nachlesen.

Inhalt

-         Irgendwo in Syrien

-         Rauch im Pfarrershaus

-         Syrien, Lattakia auf irgendeiner Autobahnbrücke

-         Ein kleiner Überblick

-         Blick in die Zukunft

Irgendwo in Syrien. Eine Straße, geteert, keine Schlaglöcher, aber auch nicht mehr die Neueste. Doppelt so viele gelbe Taxen wie normale Pkws flitzen über die Trasse. Die beiden Fahrtrichtungen sind wie bei Autobahnen durch Bebauungen getrennt. Auf unserer Straße hier stehen Blumenkübel die mit einem roten Gitter mit einander verbunden sind, so dass sich eine Art Zaun zwischen den beiden Fahrtrichtungen entwickelt. Straßenmarkierungen gibt es hier nicht und so wirkt unsere in beiden Fahrtrichtungen drei- oder vielleicht auch vierspurige Straße unwahrscheinlich groß. Rechts oder links überholen ist kein Problem, wenn es eine Hupe und ein funktionierendes Licht gibt. Statt Verkehrsschilder säumen hier Olivenbäume, Mandarinenbäume und Palmen die Straße. Ich nenne den Verkehr wuselig. Aus deutscher Sicht wäre es vermutlich chaotisch und aus syrischer Sicht das einzig logische Verkehrsverhalten.

Es ist kalt, denn der Winter erreicht Syrien dieses Jahr zwar nicht ganz so stark wie sonst, aber immerhin gab es in einigen Gebieten Schnee und so zieht sich auch in unserer Straße ein Mann sein Palästinensertuch noch einmal etwas enger über die Ohren und den Kopf. Am Straßenrand stehen zwei grüne Müllcontainer. In dem einen sucht gerade ein Kind nach Überresten, die es in das daneben stehende vollkommen überfüllte Fahrrad packt, um die Metall-, Plastik- oder Papierüberreste der anderen irgendwo bei Recyclingfirmen zu verkaufen. Der andere Müllcontainer glimmt und qualmt leise und unbemerkt vor sich hin. Während die unterschiedlichsten Menschen unsere Straße auf und ab gehen. Eine Frau, ganz in schwarz gekleidet, mit schwarzen Handschuhen und schwarzem Schleier, so dass nicht einmal die Augen zu erkennen sind, schiebt einen kleinen Jungen im Kinderwagen vor sich her. Zwei Mädchen in rosa Schuluniformen versuchen verzweifelt die Straße zu überqueren. Ein Soldat bewacht ein unscheinbares Gebäude und ein junges Paar, sie mit einem Englischbuch unter dem Arm geklemmt, offenem, langem, schönem schwarzem Haar, typischen 3-5 Schichten Schminke im Gesicht und furchtbar hohen Stöckelschuhen und er mit dem typischen schön zurück gegeltem Haar, ledernen Schuhen und einem chicen modernen Hemd, laufen Arm in Arm tratschend auf dem Gehweg.

Der Gehweg ist aus gelben Platten und ist im Gegensatz zu der Straße voller Schlaglöcher. An manchen Stellen ist der Gehweg abgesackt, an anderen fehlen Gullideckel und wieder an anderen Stellen sind die Platten mit Zement oder Betone übergossen worden. Weshalb das so ist, kann man auch in unserer Straße sehen. Ein Häuserskelett fünf, sechs nein acht Stockwerke hoch, wird gerade gebaut und vermutlich zu einem richtigen Wohnhaus inshallah (so Gott will). Die Arbeiter wanken auf den selbstgebauten Holzgerüsten, trinken Kaffee und rühren den, noch an vielen Orten nach Jahren sichtbaren, Zement mit einer himmlischen Ruhe auf der Straße an. Und genau dieses Baumaterial bleibt dann irgendwann fest geworden ganz einfach als hubbelige Überreste auf dem Gehweg übrig.

Der Muezzin ruft von der Moschee in der parallel liegenden Straße herüber.

Ein Mann kommt mit einem Fahrrad angefahren und klimpert mit metallenen Tassen in einem interessanten Rhythmus um Veräufer zuwerben, die seinen Kaffee schlürfen wollen. Ein Loseverkäufer steht an einer Häuserecke und rattert wie in Trance meine Gewinnchancen herunter.

Unsere Straße führt unter einem riesigen Kreisel hindurch. Über dem großen Kreisel führt zudem noch eine Brücke von der kreuzenden Straße, und Autos fahren um die riesige Verkehrsinsel, die zu einem kleinen Park umgebaut wurde. Ein grüner Bus hält: Chinesisches Fabrikat, gerade mal ein bis zwei Jahre alt, neu und super günstig. Auf der anderen Straßenseite fahren Lastwagen mit Containern beladen auf denen in großen Lettern „Hamburg Süd“ steht und verlassen den Hafen in Richtung Landesinnere.

Wohnhäuser an Wohnhäuser reihen sich. Ähnlich wie das neu entstehende Haus sind sie mehrere Stockwerke hoch und mit vielen Sattelitenschüsseln ausgerüstet, die dem Syrer seine mindestens 200 bis 500 überlebenswichtigen Fernsehprogramme liefern. Ein großes rundes Schild wirbt für ein Pizzarestaurant.

Die Straße führt weiter am Markt vorbei. Es stinkt. Ich schaue in eine Einbuchtung am Straßenrand und sehe gerade noch wie ein Metzger einem Huhn den Kopf abschneidet und es dann zum Ausbluten in eine Tonne wirft. Weiter sitzen einige Jungs auf der feuchten, triefenden, mit Abwasser überfluteten Straße und schälen die Schuppen von ihren Fischen ab. Obst und Gemüse, schön in Pyramiden aufgetürmt oder in Säcken aufbewahrt, wird lauthals zum Verkauf angeboten.

Ein Polizist in seiner chicen neuen Uniform steht neben seinem Toyota Motorrad und winkt den Verkehr durch, der sowieso macht, was er will.

Unsere Straße endet plötzlich in einem ganz anderen Teil der Stadt. Hier laufen junge Leute über die Wege, sitzen in schönen modernen französischen Cafés zu Technomusik von MTV Libanon. Klamottenläden mit schönen modernen Kleidern, wie man sie auch bei uns finden würde, stehen neben einer orthodoxen Kirche.

Die Straße ist zu Ende, aber da sind noch viele weitere Straßen mit noch einmal ganz anderen Ereignissen, wie zum Beispiel den Handwerkern, die zwischen Passanten schweißen, den Kindern in den Armutsvierteln, die vielen Kirchen der vielen verschiedenen Konfessionen in Syrien und die natürlich noch zahlreicheren Moscheen, die Universitäten und viele weitere interessante Orte gilt es zu entdecken.

Syrien, Lattakia, Maronitische Gemeinde, Mar Rischa, Wohnung von Abouna Habib und mir: Es ist Sonntag und damit der Tag an dem noch mal ordentlich geraucht werden darf. Denn an allen anderen Tagen hat es sich Abouna selbst verboten und alleine rauche ich keine Wasserpfeife. Khalil, ein Freund des Pfarrers, wird gleich die Türe öffnen und uns etwas zu Essen mitbringen. Denn ich darf zu Hause nicht mehr kochen. Und dass nicht, weil ich nicht kochen kann, davon ist der Abouna zwar auch überzeugt, sondern weil die Henkel unserer Töpfe auf dem Gasherd zu schmoren beginnen. Und inshaallah bekommen wir irgendwann neue, aber das kann noch dauern. Khalil kommt. Er hat Falafel mitgebracht und Homus (oder Humus). Mit dem leckeren arabischen Fladenbrot stürzen wir uns auf das Essen. Aber natürlich wie sich das in einer Pfarrerswohnung gehört, geht so was nicht ohne vorher kurz etwas zu beten – natürlich auf arabisch. Wir sitzen zu dritt am Küchentisch, es wird geschwatzt, es wird gelacht und es wird gegessen. Das Neonlicht über den beiden Kühlschränken spendet uns Licht. Die kleinen nicht auszutreibenden Armeisen krabbeln immer wieder zu den nur wenige Minuten unbeaufsichtigten Lebensmitteln und bauen kleine Straßen, die ich jeden Tag aufs neue wieder zerstöre, indem ich ein Armeisenblutbad- als Vegetarier etwas zu grausam- inszeniere. Ich nehme ein wenig Chlor, dass man hier zum Spülen verwendet und ein Papiertaschentuch, was man in jedem Zimmer in jeder syrischen Wohnung bekommen kann und lege das in Chlor geträngte Tuch in die Armeisenstraße. Wie es scheint, ist das keine so erfolgreiche Strategie, denn die Tiere kommen, wie gesagt, immer wieder. Daher ist es unbedingt erforderlich, direkt zu spülen. Nach dem Essen am mit sechs Stühlen ausgestatteten Tisch, begeben wir uns ins Wohnzimmer. Der Fernseher läuft meines Erachtens leider viel zu oft, obwohl niemand im Wohnzimmer ist, doch wenn wir dann zusammen mit dem Fernseher im selben Raum sind, wird dieser meist am Sonntag auf einen libanesischen Sender geschaltet, in dem dann eine Show läuft, die von nichts anderem handelt als von fünf bis sechs Komikern die irgendwelche „total lustigen Witze“ erzählen. Da ich angeblich der weltbeste Wasserpfeifenmacher im Raum bin, werde ich stets dazu verdonnert, die Wasserpfeife für uns vorzubereiten. Eigentlich ist es kein Problem für mich, denn ich versteh die total lustige Sendung sowieso nicht und lasse die beiden auf dem roten, extrem unbequemen Sofa zurück. Eine für mich absurde Situation beginnt und sie ist nur deshalb absurd, weil sie nicht in mein bisheriges Denkschema hinein passt. Die Klischees stimmen plötzlich nicht mehr. Die Wasserpfeife, die Nüsse, die schnell mit den Zähnen geknackt sind und dann dahinter verschwinden, der Pfarrer im Priestergewand, der Papst an der Wand und eine Sendung, in der nicht nur einmal ein lautes „Piep“ Geräusch über die ach so schlimmen Worte gelegt wird. Wo ist nur die Ordnung hin in dieser Welt? Ich genieße es jedoch immer wieder.

Syrien, Lattakia auf irgendeiner Autobahnbrücke: Sie kämen hier im Sommer öfters her, erzählt er mir, er und seine Clique. Sie würden dann die Autos am Straßenrand auf dieser Brück abstellen und die Musik laut aufdrehen. Er ist interessiert und will mehr über Deutschland erfahren. Daher nimmt er bei mir auch Deutschstunden und wird vermutlich mit mir zusammen nach Deutschland fliegen. Wie das mit den Frauen wäre, will er wissen. Er sei zwar Moslem, aber er sei ja total modern. Er trinkt Alkohol und hört Techno- und Dance Musik. Es dürfte doch nicht so schwer für ihn werden in Deutschland, meinen seine Freunde. Er fragt mich ganz ernst, „Wie kann ich eine Frau in Deutschland bekommen?“ Ich hätte ihm am liebsten geantwortet, wenn ich es wüsste, wäre ich vermutlich Millionär, da ich das erfolgreichste deutsche Buch heraus gebracht hätte. Stattdessen versuche ich ihm zu erklären, dass das alles nicht so einfach wäre. Wie, nicht so einfach? will man wissen. Mal angenommen meint er, wenn ich genug Geld habe um ihr das Studium und vielleicht die Wohnung zu finanzieren, dann müsste es doch klappen.

Dabei sind die Syrer eigentlich die absolut romantischsten und liebevollsten Liebhaber, die ich je kennen gelernt habe. Die Männer lieben ihre Frauen wirklich und die Frauen lieben auch ihre Männer. Aber ein Mann muss genügend Geld mitbringen und eine Frau verlangt das auch. Ich habe Freunde, die seit über vier Monaten verliebt sind und sich nicht trauen ihre Angebetete anzusprechen. Eines ist auf jeden Fall überall das selbe: Liebe ist ein kompliziertes Thema.

Und mein Sprachschüler und Freund ist definitiv kein Kerl, der sich nun seine Frau kaufen will, aber das reine Musik hören und Verhalten ändert natürlich nicht die Denkstrukturen. Es ist trotzdem schön, auf der Brücke mit ihm zu sitzen und ihm zu erklären, dass es trotz 12 Uhr nachts nun noch möglich wäre in Deutschland, dass eine Frau ganz alleine mit uns vier Männern im Auto sitzen würde, wenn wir denn befreundet wären. Die große Moschee mit den vier Mineretten steht direkt am Meer und wird vom Mond und den Laternen, die von der Sportstadt herüber strahlen, beleuchtet. Die Sportstadt ist für die Mittelmeerspiele vor einigen Jahren errichtet worden und ist seitdem nicht mehr wirklich in Benutzung. Die Autos unter uns brettern nachts noch schneller und man zeigt mir stolz, dass man auch deutsche Musik hört und legt Rammstein auf, wozu man lauthals mitgrölt. Ich versuche behutsam an die Dinge heran zu gehen und mit den Frauen, war es heute schon genug, also  möchte ich ihn nun nicht auch noch einmal enttäuschen und erklären, dass ich Rammstein gar nicht so toll finde. So absurd es sich vielleicht anhört, ich liebe diese Abende und man kann ja ebenfalls über genügend Dinge lachen und sich gemeinsam freuen. Nur hin und wieder muss ich mir meine eigenen Gedanken machen, die ich besser für mich behalte.

Um doch noch einmal in ein etwas normaleres Rundbriefschreiben hinein zu gelangen, gebe ich nun doch noch einen kleinen Überblick meiner vergangen Zeit in etwas kürzeren Worten.

Weihnachten: Es war anders. Es war schön und dass auch mal ganz ohne Geschenke und Familie. Ich war selbst ein wenig erstaunt über meine stets gute Laune. Durch Straßen wie die, die ich in diesem Rundbrief beschrieben habe, bin ich als Weihnachtsmann verkleidet gefahren und habe Geschenke an Kinder der Gemeinde verteilt. Gegen Abend gab es ein Essen mit der Hausmeisterfamilie und Abouna Habib. Am ersten Weihnachtstag war ich bei Sadeeks Familie eingeladen und den zweiten Weihnachtstag verbrachte ich etwas entspannter. Natürlich alle drei Tage mit ordentlich viel Kirche und viel, viel Essen. (mehr zu der Weihnachtsmannaktion und meinen Geschenken auf www.insyrien.wordpress.com)

Silvester und Neujahr: verbrachte ich bei Sadeeks Familie. Gutes leckeres Essen, syrischer Wein und einige Böller, die leider jedoch nicht ganz in der Zeit gezündet wurden. Außerdem kam Florian, mein Vorvorvorgänger aus Beirut zu uns hoch in den Norden Syriens. Das Neujahr stimmten wir zwar an unterschiedlichen Orten ein, aber die Tage davor und danach verbrachten wir zusammen und so kam ich wieder einmal in den Genuss von deutscher Gesellschaft, die man trotz aller Zufriedenheit im Gastland manchmal dann doch mit Freude aufnimmt.

Beirut: Ende Januar begab ich mich auf eine spannende Fahrt in den Libanon um für drei Tage Florian in Beirut zu besuchen. Der Libanon mit seinen unglaublichen Gegensätzen faszinierte mich unheimlich. Von Märtyrern über eine immense Militärbereitschaft bis hin zu den größten und angesagtesten Clubs (ja vielleicht sogar auf Erden, kenne mich bei Clubs nicht so aus), Reichtum und Armut liegen wohl in keinem Land so nahe beisammen wie im Libanon (auch dazu mehr auf www.insyrien.wordpress.com)

Mar Musa: ist ein Kloster in den Bergen der Wüste. Die 48 Stunden Aufenthalt im Kloster genügten, um mich unheimlich zu faszinieren: Landschaftlich, religiös und international. Das Kloster ist Anlaufstelle für viele Ausländer und so kam ich wieder einmal in den Genuss mit Deutschen aber auch mit Argentiniern, Ungarn, Franzosen, Koreanern und Polen zu sprechen. (viele Bilder und ein wenig mehr Text ebenfalls auf www.insyrien.wordpress.com)

Mein 19. Geburtstag war ruhig. Zunächst etwas zu ruhig. Am nächsten Tag aber dann mit einer angenehmen Überraschung (ja und ich muss leider wieder auf meinen Blog hinweisen, auch da gibt es mehr Text und ein paar Bilder auf www.insyrien.wordpress.com)

Ansonsten hat sich vielleicht so etwas ähnliches wie ein Alltag bei mir eingestellt, wenn man von so etwas überhaupt sprechen kann, wenn man sich in einem Gastland befindet. Meine Halbzeitbilanz ist auf jeden Fall positiv. Ich bin weiterhin unglaublich froh und glücklich, dieses Land ein wenig näher kennen lernen zu dürfen, auch wenn ich mir in den letzten Tagen noch einmal klar darüber wurde, welche Unterschiede zwischen den Kulturen liegen, die eine wirkliche richtige intensive Freundschaft, wie sie vielleicht im eigenen Kulturkreis stattfindet, unmöglich oder zumindest verdammt schwer machen. Allerdings muss man dazu sagen, dass eine solche Freundschaft ja auch gar nicht unbedingt das Ziel meines Dienstes ist.

Blick in die Zukunft: Am 1. März werde ich nach Damaskus fahren. Am 2. März nach Düsseldorf fliegen und am 3. März in Saarbrücken ankommen. Vom 11 bis zum 13 werde ich in Stuttgart sein um von dort aus dann nach Sibiu/Rumänien zu fliegen. Drei Tage werde ich irgendwie auf eigene Faust Rumänien besichtigen, bevor ich dann für 10 Tage zum Zwischenseminar von SoFiA nach Sträßburg in Rumänien fahren werde. Von Sträßburg wird es mit dem Zug etwa 27 h dauern, bis ich Istanbul dann hoffentlich am 25. erreiche. Am nächsten Tag, hoffentlich mit einigen Bildern aus Istanbul, werde ich dann über Kairo wieder nach Damaskus zurück fliegen und dort hoffentlich meine Eltern, die zu Besuch kommen, in Empfangnehmen. Wie man vielleicht heraus hören kann, werden neue Blogeinträge nötig sein, da muss ich euch leider alle enttäuschen, so schnell gebe ich nicht Ruhe. Allerdings weiß ich nicht, wann ich das Internet nutzen kann und wann demnach die Blogeinträge online gestellt werden. Für meinen Rundbrief heißt es, keine Veränderung, der nächste Rundbrief wird dann wieder aus Syrien kommen, aber zuvor werde ich vielleicht den ein oder anderen Leser meiner Rundbriefe persönlich treffen können.   Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß am Lesen. Logisch: ich freue mich auf Rückmeldungen oder ganz einfach auf jede Mail und jedes Wort, das von euch in Richtung Syrien geht. (Ich glaube ich brauch nicht schon wieder Werbung in eigener Sache zum Schluss machen, ihr kennt den Blog und seine Adresse  ;-)  )

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