1. Rundbrief – Leben in La Paz

Liebe Leserinnen und Leser,
Seit meiner Ankunft in Bolivien ist schon einige Zeit vergangen und so wird es Zeit fuer diesen ersten Rundbrief:

So viele Veränderungen, damit begann mein Jahr in Bolivien: Von Europa nach Südamerika, vom Dorf in eine Millionenstadt, von vielleicht 200m über dem Meer auf 3600m in den Anden und natürlich vom Land meiner Muttersprache in ein spanisch-sprachiges Land ohne ein Wort Spanisch zu können.

Und zu diesen ganzen Veränderungen kam noch das von Zuhause ausfliegen und die Familie das erste Mal für längere Zeit Verlassen. So war auch der Abschied, um mal ganz vorne anzufangen, eine Sache, die mich schon vor dem tatsächlichen Tschüss sagen am Flughafen beschäftigt hat, die meiste Zeit war es aber sehr unrealistisch und einfach nicht vorstellbar für mich ein Jahr in Bolivien zu sein. Erst als wir (wir reisten mit 9 Freiwilligen von meiner Organisation SoFiA nach Bolivien) in Madrid im Flugzeug saßen, das uns über den großen Teich bringen würde, lichtete sich der Nebel in meinem Kopf langsam und ich begann zu realisieren, dass es nun tatsächlich so weit war. Die anfängliche Traurigkeit über den Abschied und das sich so lange nicht Sehen verwandelte sich aber schließlich in Dankbarkeit Familie und Freunde zu haben, die bedingungslos hinter einem stehen, egal wie weit man weg ist. Auch der Gedanke, dass traurig Sein positiv ist, weil man so weiß, dass man Menschen hat, die man vermissen kann, trug dazu bei, dass so langsam die Vorfreude und Neugierde auf das, was vor mir lag aufkam!

 

Ankunft in La Paz

Nachdem wir die ganze Nacht durchgeflogen waren, kamen wir morgens, noch im Dunkeln, in Santa Cruz im bolivianischen Tiefland an, kamen alle gut durch die Visastelle und atmeten dann vor der Tür zum ersten Mal frische bolivianisch tropische Tieflandluft ein. Wir waren zwar alle ein bisschen fertig aber allgemein guter Laune.
Bald fing dann die letzte Etappe an: Der einstündige Flug hoch in die Anden, in die Regierungshauptstadt La Paz. Während des Fluges ging die Sonne auf und wir flogen über der Grenze zwischen Hoch- und Tiefland entlang, konnten schon einen Zipfel vom Altiplano, der großen Andenhochebene, die meine zukünftige Heimat sein würde, erspähen, und kreisten schließlich über El Alto, der Trabantstadt von La Paz, die mit 1 Millionen Einwohnern noch mal so groß ist und im Gegensatz zu La Paz am ebenen Rand des Altiplanos liegt. Die Ebene hört abrupt auf und steile Hänge führen hinunter in ein kesselartiges Tal, alle Hänge und das Tal sind bebaut – das ist La Paz. Von oben sahen La Paz und El Alto im ersten Morgenlicht wirklich sehr beeindruckend aus, vor allem die Kante, an der El Alto in La Paz übergeht.
Bei der Landung waren wir alle sehr gespannt, wie wir mit der Höhe klar kommen würden, denn des öfteren wird das plötzliche auf 4000m Höhe Sein nicht ganz so gut vertragen. Doch bis auf ein bisschen dünne, frostige Luft ging es zum Glück allen gut bzw. sehr gut, denn nun hatten wir die Reise geschafft und waren in Bolivien!
Am Ausgang des Flughafens wurden wir von einer Riesengruppe der Hermandad (unserer Freiwilligenkoordininationsstelle hier in Bolivien) mit Plakaten, Fahnen und Jubel empfangen, was überwältigend und sehr schön war. Nachdem wir von allen willkommen geheißen und nach bolivianischer Art mit einem Wangenküsschen begrüßt worden waren, lernte ich meine Gastschwester Carolina kennen, die auch schon mit dabei war und ich war sehr erleichtert, dass sie gut Englisch sprach!

Der Empfang am Flughafen
Der Empfang am Flughafen

Nun ging es mit einem Minibus hinunter nach La Paz, auf dem Weg machten wir Halt, um einmal von der Hangkante hinunter zu schauen. Der Blick war beeindruckend, soweit man gucken konnte erstreckte sich die durch die unverputzten Backsteine rote Stadt in das Tal und selbst die steilsten Hänge waren bebaut.
Im Zentrum von La Paz wurde der Verkehr dichter und die Straßen enger. Angekommen in unserer Unterkunft für die ersten Tage frühstückten wir Freiwilligen erst einmal gemeinsam – Maracetas (die „leckersten Brötchen von Bolivien“) und Coca-Tee, der gut für die Gewöhnung an die Höhe bzw. die Eindämmung der Höhenkrankheit ist.
Mittags gingen wir nach einigem Ausruhen und ersten Erfahrungen mit der Elektroschocks-verteilenden-Dusche zusammen mit zweien der Vorfreiwilligen (also den Freiwilligen die jetzt ein Jahr in Bolivien waren und bald nach Deutschland zurueckkehren), die für unsere Ankunft nach La Paz gekommen waren, zu Fuß los und sie zeigten uns essentielle Dinge wie „Wie bediene ich einen bolivianischen Bankautomaten?“.
Auf der Straße stürmten auch die vielen neuen Eindrücke nur so auf uns zu: Die vielen Minibusse und Micros (auch eine Art von Bus), der oft gefühlt durch Hupen geregelte Verkehr, die vielen Frauen in traditioneller Kleidung, die Cholitas genannt werden, Schulkinder in Schuluniformen, die sich an den vielen Minikiosks an den Bürgersteigen tummelten, gepflegte Grünanlagen mit Palmen an der Hauptstraße namens El Prado und viele, viele Menschen.

Nachmittags fuhren wir mit dem Teleferico, einer noch neuen Seilbahn, die die verschiedenen Teile von La Paz und El Alto mit drei Seilbahnlinien verbindet. Wir fuhren einmal vom Stadtteil Sopocatchi im Zentrum, wo wir untergebracht waren, bis runter zur Zona Sur, dem am tiefsten gelegenen Teil von La Paz, der dafür bekannt ist, dass hier viele besser betuchte Menschen leben. Von der Seilbahn aus hat man einen sehr guten Blick auf die Stadt und ihr Geschehen und auch auf den schneebedeckten Sechstausender Illimani, der sich nahe von La Paz erhebt.

Die Seilbahn in La Paz
Die Seilbahn in La Paz

Um halb 7 wurde es dunkel und wir waren wegen der Höhe, der frühen Dunkelheit, den Eindrücken und der sechsstündigen Zeitverschiebung nach hinten sehr müde.
Wir begrüßten noch die Freiwilligen vom Bistum Hildesheim, die Abends ankamen und die wir teilweise schon von den Vorbereitungsseminaren kannten. Dann war es Zeit endlich mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen.

Die nächsten zwei Tage hatten wir 20 Freiwilligen vom Bistum Trier und Bistum Hildesheim mit der Hermandad und dreien der Vorfreiwilligen ein Einführungsseminar. Um den offiziellen Teil des Seminars, der Infos zur Hermandad, Erfahrungsberichte der Vorfreiwilligen und Passfotos machen beinhaltete, erlebten wir mit der Freiwilligengruppe und den Vorfreiwilligen viele kleine, erste bolivianische Abenteuer, wie eine Taxifahrt durch den von Zebras (junge Leute in Kostümen) geregelten Verkehr, Geschmackswunder beim Essen von Bananen, die die Nähe zum Wachstumsort im Geschmack zeigen, und der Besuch eines bolivianischen Clubs, wo sehr viel getanzt wurde und zum Tanzen aufgefordert werden Gang und Gäbe war, jedoch kamen wir uns neben den Bolivianern nicht mehr ganz so graziös vor.

 

Ankunft in der Gastfamilie
Nach den ersten drei Tagen, in denen wir nur mit unseren Mitfreiwilligen zu tun hatten und noch mehr als schon vorher zusammengewachsen waren, hieß es dann erneut Abschied nehmen, denn nun reisten die Freiwilligen in die nächst größere Stadt in Nähe ihrer Projekte um dort vier Wochen bei einer Gastfamilie zu wohnen und einen Sprachkurs zu besuchen. Da mein Projekt nur ein bisschen mehr als eine Stunde von La Paz entfernt im Altiplano liegt, war mein Sprachkurs in La Paz.
Ich wurde von meiner Gastschwester Carolina abgeholt, verabschiedete mich von den liebgewonnenen Mitfreiwilligen, und mit einem Taxi machten wir uns auf den Weg zu meinem neuen Zuhause, das weit weg vom Zentrum in der Zona Sur im Stadtteil Los Pinos lag.
Im Häuschen der vierköpfigen Familie, dessen Zimmer sich alle um einen Innenhof anordnen, trafen wir zuerst auf Tequila, die dicke, flauschige Familienkatze. Dann lernte ich Yazmin, Carolinas zwanzigjährige Schwester (Caro ist 26) und Ines, die Mama des Hauses kennen, die mich herzlich begrüßten. Alle können sie gut Englisch, was sowohl gute als auch ungünstige Seiten hatte. Das Kennenlernen erleichterte es aber bedeutend und ich fühlte mich direkt wohl.
So begann also meine Zeit in der „casa de los Hobbits“, wie Ines das Haus einmal nannte, denn die ganze Familie ist sehr klein und viele Dinge im Haus sind auf ihre Größe angepasst, weshalb ich mir manchmal wie eine Riesin vorkam, außerhalb des Hauses ab und zu ebenso, denn die Bolivianer sind insgesamt ein bisschen kleiner.
Ich lebte mich schnell ein, denn die Familie kümmerte sich sehr und nahm mich direkt als Teil der Familie auf. Ich wurde überall hin mitgenommen, konnte bei den alltäglichen Dingen wie Kochen, Tischdecken und Spülen mithelfen, wodurch ich mich mehr Zuhause und nicht nur als Gast fühlte. Es wurden extra vegetarische Lebensmittel für mich gekauft (1kg Sojafleisch war sehr gut gemeint :D) und meine Gastgeschenke wurden mit großer Freude angenommen. Ich hatte mich vorher von meiner Projektvorvorgängerin Lena beraten lassen, und die Schneekugel mit dem Deutschen Eck kam tatsächlich sehr gut an und bekam einen Ehrenplatz.

In den ersten vier Tagen bis der Sprachkurs losging lernte ich das Stadtviertel Los Pinos kennen, wurde schon zweimal von Carolina mit zu den Scouts (Pfadfindern) genommen, wo sie Betreuerin der Los Pinos-Gruppe ist, und lernte so auch schon die Freunde von Carolina kennen, die auch alle bei den Scouts sind und mich direkt in ihre offene, lebensfrohe und verrückte Gruppe aufnahmen.
An einem Abend gingen Carolina und ich mit ihren Klassenkameraden aus dem Deutschunterricht in eine deutsche Bar namens Reineke Fuchs aus, Carolina lernt nämlich im Moment Deutsch, da sie im Januar als Reversefreiwillige für ein Jahr nach Deutschland gehen wird, genauer gesagt nach Hannover. Sie ist mit ihrem Studium fertig und hat zur Zeit nur drei Mal in der Woche Deutschunterricht, weshalb sie auch sehr viel Zeit hatte, Dinge mit mir zu unternehmen, worüber ich sehr glücklich war wie auch darüber, dass wir uns direkt so gut verstanden haben!
Dadurch, dass wir schon in den ersten Tagen so viel unternahmen – z. B. auf einen großen Markt gehen, eine Büchermesse besuchen und einen Filmabend mit den anderen Scoutbetreuern machen – fing ich ich schnell an erste spanische Wörter zu lernen und zu verstehen was um mich herum auf Spanisch so ungefähr gesprochen wurde bzw. worum es ging. Zudem war auch die Mischung aus den vielen schönen Erlebnissen in La Paz und dem Kontakt nach Hause (meine Gastfamilie hat Wlan) sehr gut, sodass ich mich rundum wohl fühlte.

Der Sprachkurs…
Nach dem ersten Wochenende begann der Spanischkurs bei der Lehrerin Isabel, der mit vier anderen deutschen Freiwilligen von meiner und anderen Organisationen im Haus von Isabel im Zentrum von La Paz stattfand.
So machte ich mich Tag ein Tag aus, nachdem ich morgens wegen des Jetlags schon um kurz vor sechs wach geworden war, um ca. 20 vor 8 auf den Weg, um mit dem überfüllten Puma Katari, einem großen „normalen“ Bus, durch das vom Berufsverkehr verstopfte La Paz zu fahren um einigermaßen pünktlich um halb 9 beim Unterricht zu sein.
Der Unterricht war sehr entspannt, mit Teepausen und Kulturteilen. Einmal lernten wir auch, wie man Morenada tanzt. Doch trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Lockerheit des täglichen Unterrichts, lernte ich sehr viel und fand so langsam einen Einstieg ins Spanische und das Englisch sprechen Zuhause verwandelte sich langsam in Spenglisch.

Auch wenn der Spanischunterricht oft schleichend langsam herumging, verging die Zeit mit dem nun eingekehrten Alltag wie im Flug, und auch die Nachmittage waren meistens mit Unternehmungen mit Carolina und den anderen Freiwilligen ausgefüllt.(…)

..und die Abenteuer drumherum
Am Wochenende hatte die Scoutgruppe von Carolina Geburtstag, weshalb Freitags eine Feier nur mit den Betreuern bei uns Zuhause stattfand.
Am nächsten Tag war dann die Feier mit den Kindern. Wir machten eine große Ralley in einem Park, bei der die Betreuer als Fantasiewesen verkleidet waren. Bei jedem Fabelwesen mussten die Kinder eine andere Aufgabe erledigen, um am Ende das verlorene Pfadfinderhalstuch wiederzubekommen. Bei den Feen Carolina und mir mussten sie zum Beispiel eine Menschenpyramide bauen:

Sonntags ging es dann direkt weiter mit den Scouts, heute war nämlich in ganz Bolivien die „Vacunacion de los animales“ – also eine große Tollwutimpfaktion, bei der jeder seine Haustiere kostenlos impfen lassen kann und auch Straßenhunde, von denen es hier wirklich jede Menge gibt, werden geimpft. Auch die Pfadfinder machten mit einem Impfstand mit, diejenigen, die impften hatten vorher einen Schein dafür gemacht. Es war den ganzen Tag viel Betrieb, vor allem Hunde wurden zum Impfen gebracht und ich war sehr beschäftigt allen geimpften Tieren ein neongelbes Bändchen umzubinden – als Zeichen der Impfung.

Mein Spanisch wurde nun von Tag zu Tag mehr und es kam des Öfteren zu komischen Situationen, manchmal fing ich vor lauter Sprachdurcheinander an, mit der Familie auf Deutsch zu reden, einer der Scouts fing an, spanische Wörter zu verenglischen, in der Hoffnung ich würde ihn dann verstehen oder Carolina redete mit anderen Leuten auf Englisch und drehte sich dann zu mir um und fing an, dass was sie gerade gesagt hatte für mich auf Spanisch zu übersetzen, bis sie an meinem Gesichtsausdruck merkte, dass irgendetwas nicht stimmte.(…)
An einem anderen Nachmittag ging es mit dem Minibus zum Titicacasee. Die Fahrt dauerte 2,5 Stunden und führte über das Altiplano, das ich nun zum ersten Mal aus der Nähe sah. Es ist eine große Ebene, auf der sich immer wieder Hügel und weiter weg hohe Berge erheben und die nahezu baumlos und steppenartig ist. Im Moment ist alles sehr ausgetrocknet, da es das Ende des Winters ist, im Sommer wird es aber ein bisschen grüner, dennoch wird es erst einmal eine große Umstellung hier zu wohnen. Ab und zu passierten wir kleine Dörfer und einzelne Häuser, aber insgesamt ist das Altiplano sehr menschenarm.
Irgendwann tauchte dann zwischen den trockenen Altiplanoböden der Titicacasee auf, der unter dem wolkenlosen Himmel sehr, sehr blau war und zwischen dem ganzen trockenen Gras schon fast unwirklich aussah. In dem Dorf Tequina am Ufer stiegen wir aus und fuhren bei starkem Wellengang einmal über eine Seeenge und zurück, auf diesem Weg kann man auch nach Peru reisen, dass auf der anderen Seeseite liegt. Nach einer argentinischen Teezeremonie am Seeufer machten wir uns bald wieder auf den Heimweg von diesem schönen Ort.

Auch die zweite Hälfte der Sprachkurs- und Gastfamilienzeit verging sehr schnell.(…)
1,5 Tage verbrachte ich mit Lena, meiner Vorvorgängerin, die gerade für einen Monat zu Besuch nach Bolivien zurückgekehrt war. Mit ihr ging ich auf die Feria in El Alto, ein riesiger Markt, auf dem man wirklich alles kaufen kann, vom Auto bis zum Lama. Abends sahen wir in einem Club eine traditionelle, bolivianische Band und am nächsten Tag machten wir uns früh auf den Weg nach Patacamaya, damit ich mir mein zukünftiges Zuhause schonmal angucken konnte.
Patacamaya ist im Vergleich zu La Paz ein Dorf, auch wenn es eigentlich eher eine Kleinstadt ist. Ich lernte das Gemeindehaus kennen, das sehr groß und freundlich ist, und wir besuchten den Comedor de Niños, mein Projekt, wo wir ca. eine Stunde blieben und ich mit den Kindern Fußball spielte. Sie freuten sich darüber, dass bald wieder eine neue „Hermana“ also „Schwester“ kommt, denn nach Lena war jetzt ein Jahr lang keine Freiwillige da.
Am selben Tag fuhr ich noch zurück nach La Paz, es war Freitag und mein letztes Wochenende in La Paz brach an, das grosse Scoutcampingwochenende. (…)

Am letzten Tag des Sprachkurses kochten wir dann zusammen mit unserer Sprachlehrerin Isabel Quinua-Auflauf und Quinua-Kuchen, denn Quinua ist ein typisches Getreide Boliviens und wächst vor allem im Altiplano.
Nach dem leckeren Essen hieß es dann erneut Abschied nehmen von der lieben Sprachlehrerin und den anderen Freiwilligen, denn morgen würden alle in ihre Projekte reisen.
Doch davor stand für mich noch eine Abschiedsfeier mit einigen der Scouts an, die Carolina zusammengetrommelt hatte, womit ich nicht gerechnet hatte, weshalb ich mich umso mehr freute. Genauso wenig hatte ich insgesamt damit gerechnet, schon im ersten Monat so viele liebenswürdige und verrückte Menschen kennenzulernen und so viele Abenteuer zu erleben – das meiste davon habe ich meiner Gastschwester Carolina zu verdanken und ich bin deshalb sehr glücklich, dass sie ein Jahr in Deutschland sein wird und ich ihr so auch meine Heimat zeigen kann!

Nach einer kurzen letzten Nacht verabschiedete ich mich, mit der Absicht in ca. einem Monat mal zurückzukommen, von meinen Gastschwestern Carolina und Yazmin und der Katze Tequila und fuhr mit meiner Gastmama Ines mit einem Taxi durch das zum ersten Mal verregnete La Paz hoch nach El Alto, wo wir beim Umfahren einer Tanzparade auf abenteuerliche Weise einen Bahndamm überquerten und schließlich beim Busterminal ankamen, wo Lena schon durchgefroren wartete. Mit Sack und Pack liefen wir zu einem Minibus, der nach Patacamaya fuhr und nun nahm ich auch Abschied von meiner liebevollen, kleinen Gastmama, die mich noch segnete, bevor es dann zusammen mit Lena auf gut ausgebauten Straßen in Richtung meiner neuen Heimat ging.

 

Wie es dort weiterging berichte ich dann im nächsten Rundbrief!
Wenn du gerne meinen kompletten Rundbrief lesen möchtest schick mir gerne ne Mail an mellibaum@gmx.de.