Bolivien: 3. Rundbrief von Hannah Schröder

Sucre, 28.1.2016

Hallo Ihr Lieben,

Ich habe schon wieder viel zu erzählen.

Todos Santos
Zuerst möchte ich euch von Todos Santos (Allerheiligen) berichten, was hier sehr groß gefeiert wird. Ich war mit Anne und Franz-Peter in Padilla. In einigen Häusern wurden riesige Tische, für die in den letzten 2 Jahren Verstorbenen, aufgebaut.

Die Tische waren super schön geschmückt und mit Gebäck, Getränken und Lieblingsspeisen des Verstorbenen beladen. Alle Türen waren geöffnet und wir wurden fast überall hereingebeten. Man hat dann für den Verstorbenen gebetet und danach haben alle Chicha (Maisbier, was hier sehr viel getrunken wird) und Gebäck bekommen. Am Anfang haben wir das ganze Gebäck gegessen und waren schon nach der ersten Station satt. Dann haben wir bemerkt, dass die anderen das Gebäck in einem Beutel gesammelt haben. Beim Chicha ging das natürlich nicht. Hiervon wird aber ein Teil auf den Boden geschüttet und so der Pacha Mama (Mutter Erde) gewidmet. Als erstes kamen wir an einem sehr ärmlichen Haus vorbei, wo Niko mit seiner Familie wohnt, ein Behinderter mit dem Franz-Peter arbeitet. Sie haben sich sehr gefreut, dass wir zu ihnen kamen und es hat mich sehr berührt, wie herzlich sie uns aufgenommen haben. In den wohlhabeneren Häusern waren die Tische größer und für manche Verstorbenen gab es auch in mehreren Häusern ein Fest.

Geschmückter Tisch an Todos Santos
Geschmückter Tisch an Todos Santos

Am Anfang kam es mir komisch vor in fremde Häuser zu gehen und Verstorbenen, die ich gar nicht kannte, zu gedenken aber wir wurden überall sehr herzlich aufgenommen und ich hatte das Gefühl, dass sich alle über unseren Besuch und unsere Anteilnahme gefreut haben.
Am nächsten Tag waren wir auch bei einer Familie eingeladen. Es gab Fleisch mit scharfer Soße und danach wurden die Dinge vom Tisch verteilt. Dann sind alle zum Friedhof gegangen, wo die Gräber besonders schön geschmückt waren. Auf dem Friedhof wurden wieder Essen und Getränke geteilt und auch den Verstorbenen wurde etwas ans Grab gelegt. Für manche wurde auch noch etwas gesungen. Außerdem gab es wieder jede Menge Chicha.
Insgesamt fand ich es sehr schön, wie sich an die Menschen erinnert und ihnen zu Ehren gefeiert wurde.

Neues aus Tabacal
In meinem Internat in Tabacal gefällt es mir auch weiterhin noch sehr, sehr gut. Die Kinder öffnen sich mir immer mehr. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht so die Autoritätsperson für sie bin, wobei das ja auch Sonja (die Leiterin) und Rilber (ihr Mann) übernehmen. Leider putzen sich deshalb aber doch nicht alle Kinder jeden Tag zweimal die Zähne.
Stattdessen spiele ich aber viel mit den Kindern, was ihnen glaub ich super viel Spaß macht. Zum Beispiel üben jetzt alle im Wasser einen Handstand zu machen, nachdem ich ihnen das gezeigt habe. Oder wir spielen Fangen. Das Baden macht auf jeden Fall, sowohl den Kindern als auch mir, immer super viel Spaß.

Auch ein Erlebnis ist das Fußballspielen. Sowohl die Jungs als auch die Mädchen können das richtig gut und amüsieren sich, wenn ich mich nicht ganz so geschickt anstelle. Aber auch ich amüsiere mich ganz gut, wenn das Tor von einer Kuh blockiert wird oder ein kleiner Junge fast über sein Trikot stolpert, was ihm bis zu den Knien geht, auf das er aber sehr stolz ist. Was bei den Kindern auch super ankommt sind meine mitgebrachten Kartenspiele. Wir spielen fast jeden Tag in einer riesigen Runde „el UNO“ oder „el DOS“, wie die Kinder alle anderen Kartenspiele nennen. Die Jungs lieben es außerdem mit ihren Steinschleudern zu spielen. Und so hatte ich auch schonmal eine selbst erlegte Taube im Essen. Eigentlich ist es im Internat aber zum Glück nicht gern gesehen, wenn Vögel abgeschossen werden.
Mittlerweile kommen die Kleineren auch häufig zum Kuscheln zu mir. Das ist auf dem Land, habe ich das Gefühl, eigentlich nicht so üblich. Hier gibt man sich häufig einfach die Hand, auch innerhalb der Familie, während man in der Stadt immer mit Küsschen begrüßt wird. Sonja fragt mich schon immer, ob ich alle meine Wawas (Kinder auf Quechua) nach Deutschland mitnehme.
St. Martin wird in Bolivien eigentlich nicht gefeiert, aber ich habe mit den Kindern Laternen gebastelt und wir haben dann auch sehr schön bolivianisch-deutsch gefeiert. Wir haben die Laternen angezündet, deutsche und bolivianische Lieder gesungen, ich habe die Geschichte von St. Martin erzählt und wir haben Wackelpudding und Kekse gegessen.

Die Jungs singen ein Lied an St. Martin vor.
Die Jungs singen ein Lied an St. Martin vor

Im November wurde auch das Feld vom Internat bestellt. Es kam extra der einzige Traktor aus Padilla, was hier eine totale Besonderheit ist. Der hatte dann allerdings Probleme einen Weg aufs Feld zu finden und als er endlich durch den Bach aufs Feld gekommen ist, konnte nur die Hälfte vom Feld gemacht werden, weil der Rest zu steinig war. Deshalb kamen dann doch einige Eltern und haben die Arbeit mit ihren Ochsen gemacht, wie es hier auch üblich ist. Nachmittags fielen auch häufiger Arbeiten an, die zusammen mit den Kindern erledigt wurden, z.B. das Feld umgraben, Feuerholz reinbringen oder Mais vom Maiskolben abmachen.

Arbeiten auf dem Feld.
Arbeiten auf dem Feld

Ich habe mich auch immer mehr mit Franziska, der Köchin vom Internat, angefreundet. Morgens helfe ich ihr oft beim Kochen und habe schon viel von ihr gelernt. Sie erzählt mir viel aus ihrem Leben, erklärt mir wie die Dinge hier so laufen und versorgt mich mit dem neusten Tratsch und Klatsch. Außerdem hört sie auch gerne Geschichten aus Deutschland. Wir lachen immer viel zusammen und ich bewundere ihre Lebensfreude, die sie einfach nicht verliert, obwohl sie es echt nicht immer einfach hat und hatte.
Auch mit den Ärzten von der Krankenstation nebenan habe ich mich immer mehr angefreundet und unterhalte mich oft mit ihnen. Ein paar mal waren wir morgens auch zusammen joggen.
Der Dezember und der Januar sind in Bolivien Sommerferien. Das Internat macht zu und die Kinder gehen auf ihre Höfe zu ihren Familien. Außerdem ist das Schuljahr zu Ende und ich musste mich von den ältesten Kindern verabschieden. Es gab sowohl in der Schule als auch im Internat ein Abschlussfest. Im Internat gab es eine Elternversammlung. Danach wurde Hühnchen im Ofen für alle gemacht, ein besonderes Essen, weil es soviel Fleisch sonst nicht gibt, nur manchmal ein kleines Stück Rindfleisch in der Suppe. Ich habe mich sehr gefreut, weil auf der Elternversammlung mehrere Eltern, Sonja und Rilber sich für meine Mitarbeit im Internat bedankt haben und meinten, dass ich den Kindern viel geben würde. Viele Eltern kamen auch nochmal persönlich zu mir, um sich zu bedanken und sich zu vergewissern, ob ich zum nächsten Schuljahr auch echt wiederkomme. Außerdem hab ich Käse, Eier und Salat geschenkt bekommen. Über diesen Dank hab ich mich wirklich sehr gefreut.

Beim Abschlussfest mit einer Internatsschülerin und ihrer kleinen Schwester
Beim Abschlussfest mit einer Internatsschülerin und ihrer kleinen Schwester

Ich hatte auch noch einige erlebnisreiche LKW Fahrten. Einmal waren zum Beispiel fünf Kühe, gefühlt 100 Menschen, einige Hühner und viele Säcke auf dem LKW und wir haben statt zwei Stunden vier gbraucht. Trotzdem mag ich diese Fahrten, weil man immer jemanden kennt, mit dem man sich unterhalten kann und ich liebe einfach die Landschaft.

Zentrum für Menschen mit Behinderung in Padilla
Im Dezember habe ich dann noch eine Woche in Padilla in einer Behindertenwerkstatt geholfen. Zur Zeit haben sie nämlich einen Großauftrag an Schlüsselanhängern, die in Deutschland bei der nächsten Altkleidersammlung des BDKJ an die Helfer verteilt werden sollen. Ich hab mich direkt sehr nett aufgehoben gefühlt und mich sowohl mit der sehr netten Betreuerin, die auch Sonja heißt, als auch mit den Behinderten super gut verstanden.

Weihnachten
Im Advent kam ich noch nicht richtig in Weihnachtsstimmung, weil es hier einfach richtig schön warm war und, außer ziemlich viel kitschiger Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt, habe ich auch nicht bemerkt, dass Advent ist. Allerdings habe ich ja einen ganz besonderen Adventskalender aus Deutschland bekommen und leckere Weihnachtsplätzchen von meiner lieben Oma.
Einige Tage vor Weihnachten war in der Stadt allerdings richtig viel los. Viele Leute waren noch unterwegs um Weihnachtseinkäufe zu machen und ganz viele Menschen kamen vom Land nach Sucre, wo Gebäck und Kakao verteilt wurde und sie sich vielleicht Geschenke erhofft haben. Fast alle waren ärmlich gekleidet und mich hat es sehr traurig gestimmt, dass sie zum Teil Weihnachten mit betteln und auf der Straße verbracht haben.
Weihnachten habe ich bei meiner Gastfamilie in Sucre verbracht. An Heiligabend ging es aber erst um neun Uhr los, sodass ich erstmal in Ruhe mit meiner Familie in Deutschland skypen konnte. Dann habe ich mit Franz-Peter ein gemütliches Adventsstündchen in unserer WG in der Fundacion gemacht und hatte mit dem wunderschönen Weihnachtspäckchen von meiner Familie auch eine kleine Bescherung.
Mit meiner gesamten Gastfamilie (Oma, Opa, alle Tanten, Onkel, Cousins etc.) bin ich dann in den Weihnachtsgottesdienst gegangen. Hier waren vorallem die Lieder vom Kinderkirchenchor besonders, die sich ganz anders als unserer Weihnachtslieder angehört haben. Wie ist schwer zu beschreiben, vielleicht fröhlicher und lebhafter aber dafür weniger besinnlich als unsere Weihnachtslieder. Außerdem haben alle kleine Jesuskind-Puppen mitgenommen. Nach dem Gottesdienst wurden diese gesegnet und dann zu Hause in die Krippe gelegt. Bei uns lagen später dann zehn Jesuskinder in der aufwendig geschmückten Krippe. Zu Hause angekommen haben wir dann erstmal Picana, das typische Weihnachtsgericht, gegessen. Das sind verschiedene Fleischsorten mit einer würzigen Soße, Kartoffeln und Maiskolben und mir schmeckt es sehr gut. Nach dem Essen haben wir für das Jesuskind getanzt. Dabei stehen alle vor der Krippe und klatschen zur Weihnachtsmusik, die sich Villancico nennt, und einer oder zwei zusammen tanzen für das Jesuskind vor der Krippe. Manchmal tanzen auch mehrer Paare und müssen unter den Armen der anderen Paare durchtanzen. Alle haben gemeinsam getanzt, sowohl die kleinsten Cousins als auch Oma und Opa. Wenn man sich vor dem Jesuskind verbeugen will, kann man auch einen Purzelbaum in seinen Tanz mit einbauen. Um zwölf Uhr haben wir mit Sekt angestoßen und es wurden mehrer Toasts ausgesprochen. Mir wurde gesagt, dass ich jetzt ein Teil der Familie bin und dass alle sehr froh darüber sind, was mich sehr gerührt hat. Und auch ich konnte mich nochmal dafür bedanken wie herzlich ich aufgenommen werde. Dann hab ich sogar noch eine Tasche geschenkt bekommen. Ich hatte Weihnachtsplätzchen gebacken, die zum Glück gut ankamen. Außerdem habe ich den Kindern Lego, meiner Gastmama und Gastschwester Schmuck und meinem Gastpapa und Gastbruder ein Deutschlandtrikot geschenkt. Wir haben dann noch bis drei Uhr morgens weiter getanzt und gefeiert.
Am ersten Weihnachtstag hat mich erstmal eine Überraschung erwartet, weil Sonja mir extra mit der Flotta aus Tabacal Gebäck geschickt hat, worüber ich mich sehr gefreut habe. Nachmittags bin ich dann mit meiner Gastfamilie zur noch erweiterten Familie (Großtanten, Großcousinen etc.) gegeangen, wo wir nochmal zusammen für das Jesuskind getanzt haben. Es gab süße Milch und ein typisches Gebäck, eine Art fritierter Teig.
Auch wenn ich meine Familie in Deutschland natürlich ein bisschen vermisst habe, war es, vorallem Dank meiner tollen Gastfamilie, ein wunderschönes Weihnachten, was mir immer in Erinnerung bleiben wird.

Pfadfinderlager
Nach Weihnachten hab ich es dann endlich mal geschaft meinen Partnerstamm, die Tunari, in Cochabamaba zu Besuchen. Zwei von den Pfadfindern, Marcelo und Marcela, kannte ich schon von einer Begegnungsreise in Deutschland und ich hab mich sehr gefreut sie weiderzusehen und den Rest des Stamms kennenzulernen. Ich durfte sie dann direkt auf das Distriktlager, mit allen Stämmen von Cochabamba (insgesamt mehr als 850 Leute), begleiten.
Die Lager hier sind etwas anders organisiert als bei uns. Es zeltet und kocht nicht der ganze Stamm zusammen, sondern die einzelnen Stufen, bzw. in diesem Lager immer nur kleine Gruppen von ca. 5 Leuten. Deshalb hat es etwas gedauert bis ich alle Leute von den Tunari aus den unterschiedlichen Stufen kennengelernt habe. Die Wölflinge fahren zu so großen Lagern noch nicht mit. Aber vorallem mit den Leitern, mit denen ich an zwei Tagen eine Station geleitet habe und mit den Rovern, mit denen ich einen Hike mitgemacht habe, habe ich mich sehr gut verstanden.
Auf dem Lager gab es immer Aktionen für alle Stämme zusammen. An zwei Tagen gab es unterschiedliche Stationen, wo die verschiedenen Gruppen Aufgaben meistern mussten und dafür Punkte bekommen haben. An einem anderen Tag gab es einen Hike, wieder mit verschiedenen Aufgaben. Am Ende wurde ein Sieger des Lagers ermittelt, was für alle Gruppen sehr wichtig war. Das ganze Lager stand unter dem Motto Zombieapokalypse. Am letzten Tag gab es nochmal verschiedene Stationen, die für Themen wie Krieg, Flucht, Vertreibung, Umweltprobleme, Armut etc. sensibilisieren sollten.
Es gab wirklich coole Stationen und ich habe viele neue Ideen bekommen und hatte viel Spaß. Was mich aber am meisten beeindruckt hat, war mit welcher Motivation und Begeisterung alle dabei waren. Alle haben immer ihr bestes gegeben und sich auch ohne zu Murren mal in den Dreck geworfen. Außerdem fühlen, so kam es mir zumindest vor, alle eine tiefe Verbundenheit zu ihrem Stamm. Die einzelnen Gruppen haben sich an den Stationen immer mit eigenen Liedern oder Sprüchen vorgestellt.
Abends gab es meistens Programm auf einer großen Bühne z.B. ein Talentwettbewerb oder eine Disko. Außerdem gab es wohl einzelne kleine Feuer, die ich aber leider verpasst habe. Die gemütlichen Lagerfeuerrrunden bis spät in die Nacht, die ich von meinen Pfadfindern so schätze, haben mir etwas gefehlt. Allerdings begann das Programm auch immer sehr früh morgens und auf den Lagern mit Kindern ist Alkohol verboten.
Insgesamt habe ich die Pfadfinder als offen, lebenslustig, engagiert und ein bisschen verrückt kennengelernt. Ich hoffe, dass ich es bald nochmal schaffe sie zu besuchen, weil ich mich echt freuen würde einige nochmal wiederzusehen. Außerdem habe ich super viele neue Ideen und Anregungen bekommen. Ich bin froh, dass ich mich so ein bisschen in der Partnerschaft einbringen kann, und finde diese Freundschaft zwischen Bolivien und Deutschland super wichtig und freue mich sehr wenn sie immer mehr vertieft wird.

Mit meinem Partnerstamm "Tunari".
Mit meinem Partnerstamm „Tunari“

Silvester
Silvester habe ich mit einigen anderen Freiwilligen hier in Sucre, in der Fundacion gefeiert. Ich hab mich sehr gefreut, die anderen wiederzusehen. Wir haben alle gemeinsam gekocht und gegessen. Um 12 Uhr sind wir dann auf die Plaza gegangen, wo sich viele Menschen versammelt haben und es ein Feuerwerk gab. Dann hab ich noch kurz bei meiner Gastfamilie vorbeigeschaut und ihnen ein frohes neues Jahr gewünscht und danach haben wir noch lange weitergefeiert. Die Stimmung war echt super und es war ein sehr schöner Abend.

Zwischenseminar
Ich hab mich sehr gefreut alle anderen Freiwilligen wiederzusehen und mit ihnen eine Woche zu verbringen. Es war super schön sich auszutauschen und ich habe einige neue Anregungen und Denkanstöße bekommen. Die Stimmung war auch sehr harmonisch und entspannt. Wir haben in einem Seminarhaus mit großem Garten, super nettem Personal und leckerem Essen gewohnt. Zweimal waren wir abends auch in Cochabamba und an einem Tag haben wir einen Ausflug in eine Schlucht mit Blick über Cochabamaba gemacht. Insgesamt war es eine schöne Zeit.
Im Januar hatte ich noch etwas Zeit um zu reisen, aber davon werde ich euch in meinem nächsten Rundbrief berichten.

Mit den anderen Freiwilligen auf unserem Ausflug während des Zwischenseminars
Mit den anderen Freiwilligen auf unserem Ausflug während des Zwischenseminars

Ganz liebe Grüße
Hannah