Bolivien: 4. Rundbrief von Teresa Zwick

Liebe Freunde, Familie, Unterstützer,

hier wieder ein neuer Bericht über meinen Alltag in Bolivien; viel Spaß beim Lesen…

Da war ich also wieder nach gut zwei Monaten zurück in Pampa Huasi. Doch statt auf ein belebtes Internat zu treffen, fand ich hier nur eine einzige Person vor: Sandra, die Lehrerin, die seit letztem Jahr September bei uns im Internat den Näh-Unterricht gibt. Die nächste Woche blieben wir auch erstmal zu zweit. Otiliana war in Sucre und die Mädchen alle noch zuhause oder irgendwo arbeiten. Für mich war das schade, weil ich so kaum etwas zu tun hatte und ich mir nochmal mehr gewünscht habe, doch nach Padilla hätte fahren zu dürfen. So konnte ich mich aber in aller Ruhe wieder einleben. Otiliana kam auch bald aus Sucre zurück und zu dritt brachten wir das Internat wieder in Normalzustand: Tische, die vor den Ferien alle in einem Raum verstaut wurden, brachten wir zurück an ihre Plätze, richteten den Computerraum wieder her, brachten Töpfe, Teller, Pfannen und sonstige Kochutensilien zurück in die Küche und, und, und… Eineinhalb Wochen nach mir trafen die ersten Schülerinnen ein. Mit den wenigen, die anwesend waren, wurde direkt mit Nähen und Stricken losgelegt. Die Abendschule begann noch nicht, da die Lehrerin selbst noch fehlte.

Für mich ging es nach zwei Wochen (also kurz vor Karneval) in Pampa  Huasi wieder zurück nach Sucre, um von dort aus nach Oruro zu fahren. Doch leider kränkelte ich etwas, sodass ich schon Angst hatte, gar nicht in die Karnevalshochburg fahren zu können. Nach einem Tag war das Ganze aber schon wieder Geschichte und ich konnte nach Oruro aufbrechen. Einen Vorteil hatte es, länger in Sucre geblieben zu sein: So erlebte ich noch das Karnevalsgrillen in der Fundación mit. Das Grillen wird hier typisch zu Karneval veranstaltet. Ein weiterer Brauch ist es, sich gegenseitig mit Wasserbomben nass zu machen. Die Kollegen hatten auf jeden Fall ihren Spaß. Das mit dem Nassmachen ist in Oruro mittlerweile allerdings verboten, um Wasser zu sparen. Stattdessen wird hier auf Sprühdosen mit Schaum zurückgegriffen.

Nach einer zirka 12 stündigen Nachtfahrt kam ich samstagsmorgens in Oruro an. Die anderen ebenfalls angereisten Freiwilligen und ich wurden in einem Gemeindesaal einer Pfarrgemeinde eines Freiwilligen untergebracht. Am Vormittag nahmen wir an einer Prozession zur Kirche teil. Der Karnevalsumzug am Samstag wird hier nämlich einer Marienfigur gewidmet und alle Tanzgruppen, die am Umzug teilnehmen, ziehen an diesem Tag zur Kirche, um dort die Heilige zu ehren. Nach dem Besuch in der Kirche gingen wir noch in ein kleines Museum mit religiöser Kunst. Es gab zum Beispiel einen Raum, in dem verschiedene der typischen Karnvels-Masken ausgestellt wurden. Jede der Masken hat eine andere Bedeutung. Es gibt z.B. Gesichter mit großen Silberhelmen und Pfeifen, die die Minenbesitzer zur Kolonialzeit darstellen. Wieder andere sind Engels- oder Teufelsmasken. Diese kommen zum Beispiel bei einem Tanz zum Einsatz: Der Diablada. Die Teufelsmasken werden von Frauengruppen getragen, denen eine einzelne Person im Engelskostüm vorläuft. Diese stellt den Erzengel Michael da. Hierbei soll der Kampf zwischen Gut und Böse symbolisiert werden. Jeder Tanz und jedes Kostüm hat also seine eigene Bedeutung.

Ein Oso (Bär), eins der typischen Kostüme im Karneval von Oruro

Der Umzug in Oruro wird auf großen, hohen Tribünen geschaut. Doch hier einen Platz zu finden, ist gar nicht so einfach. Für alle Freiwilligen gemeinsam gab es keinen Platz mehr. Ein paar von uns waren auch schon einen Tag früher eingetroffen und hatten sich schon Tickets gekauft. Vier von uns (unter anderem ich) hatten wirklich Probleme, überhaupt noch Karten für eine der Tribünen zu finden. Zum Glück half uns aber ein ehemaliger Reverse-Freiwilliger, der in Deutschland seinen Dienst absolviert hatte, und besorgte uns vier Tickets. Der Weg dorthin war zwar etwas weiter und wir waren trotz Regenponchos ziemlich durchnässt (Es schüttete wie aus Eimern an diesem Wochenende.) Als wir dort ankamen, aber so konnten wir letzten Endes doch noch den Zug schauen. Der Umzug war wirklich ein Erlebnis. Zwar hatte ich ja schon einen dieser Umzüge im September beim Fest der Guadalupe, der Schutzheiligen in Sucre, erlebt, doch war dieser hier weitausgrößer. Ich finde es immer wieder beeindruckend, was für ein Durchhaltevermögen die Tänzer hier haben. Manche tanzen noch mitten in Nacht bzw. bis früh morgens. Am besten haben mir die Caporales-tanzenden Gruppen gefallen.   Wenn man einmal seinen Platz auf der Tribüne eingenommen hat, kommt man dort auch nicht mehr so schnell weg, schon gar nicht, wenn man wie wir in der obersten Reihe sitzt. Feste Treppen zum Hinunterkommen gibt es nicht. Man muss die Leute, die vor einem sitzen, jedes Mal bitten, aufzustehen. Eigentlich hat man aber auch gar keinen Grund runter zu müssen, höchstens um auf die Toilette zu gehen. Denn an Essen und Trinken fehlt es hier nicht. Unterhalb der Tribünen laufen immer wieder Verkäufer vorbei. Wenn man Etwas haben möchte, winkt man diesen einfach zu und sie reichen einem das Getränk bzw. Essen durch. Auch hier ist man zwar wieder auf die Hilfe der anderen Leute angewiesen, funktioniert aber alles reibungslos. Ich hatte so zum Beispiel ein Charque zum Mittagessen.
Als es langsam Abend wurde, machten wir uns wieder auf den Rückweg, um uns etwas auszuruhen. Nach zwei Stunden kehrten wir schon wieder zurück, denn es war inzwischen dunkel geworden. Nachts tragen viele der Gruppen Lichter an ihren Kostümen, sodass das Ganze nochmals anders wirkt. Um kurz nach Mitternacht machten wir uns zurück auf den Heimweg. Da es aber den ganzen Tag über geregnet hatten, waren manche Straßen zu Fuß unpassierbar und wir entschlossen uns letzten Endes, ein Taxi zu nehmen. Doch selbst dieses konnte nicht durch alle Straßen fahren, weil das Wasser teilweise zu hoch stand. Den nächsten Tag konnte ich dann nur noch mit Plastiktüten in den Schuhen durchstehen. Sonntags morgens besuchten wir gemeinsam die Messe der Gemeinde, die uns beherbergte. Danach ging es wieder auf unsere Plätze auf den Tribünen, um noch etwas vom Umzug zu sehen. Gegen Abend machte ich mich auf den Weg zum Bus-Terminal, von dort aus ging es zurück nach Sucre. Der Karneval in Oruro war wirklich ein tolles Erlebnis, aber ich freue mich auch schon riesig nächstes Jahr wieder selbst im Zug zuhause mitgehen zu können.

In Sucre war ich anlässlich Karnevals montags bei meiner Projektleiterin, Otiliana, zum Grillen eingeladen. Karnevalsmontag und –Dienstag sind in Bolivien gesetzliche Feiertage. Das wäre im Rheinland auch mal angebracht… Nach dem gemeinsamen Essen mit der Familie, wurden Haus und Auto mit Konfetti und Luftschlangen geschmückt. Außerdem bekam jeder der Anwesenden eine Ladung Konfetti auf den Kopf. Anschließend fuhren wir in dem Auto durch die Straßen Sucres und am Straßenrand stehende Personen wurden von Otilianas Neffen mit Hilfe von Wasserpistolen nass gemacht. Die Anderen waren teilweise aber selbst mit Wasserbomben o.ä. ausgestattet, sodass manchmal auch ein guter Schwung Wasser zurückkam.

In derselben Woche fand auch eine Reunión in der Fundación statt. Einen Tag später als angekündigt, was aber daran lag, dass an Aschermittwoch alle Kollegen zusammen die Messe besuchten. Bei der Reunión selbst wurde mir mitgeteilt, dass bald eine Freiwillige einer anderen Organisation mit in mein Projekt kommen würde, um dort den Mädchen im Internat etwas über die Rechte von Hausmädchen zu erklären. Sonst gab es eigentlich nicht viel Neues. Es wurde besprochen, dass wir weiterhin den Computerkurs anbieten würden und sonst soweit alles beim Alten bliebe.

Wieder in Pampa Huasi fingen wir dann auch gleich damit an. Mittlerweile leben 13 Mädchen im Internat. Da wir aber nur vier Computer haben, teilte ich alle in vier Gruppen ein. Jeden Vormittag von montags bis freitags findet der Unterricht statt. Jeden Tag jeweils eineinhalb Stunden pro Gruppe, zwei Gruppen pro Tag. Nachmittags lernen die Mädchen weiterhin stricken oder nähen, sodass ich selbst nicht viel helfen kann. Ich habe mich dazu entschieden, jetzt beim Stricken mitzumachen und habe auch schon einige Pullis und eine Jacke angefertigt. Das macht mir großen Spaß, nur manchmal weiß ich nicht weiter oder irgendein Faden löst sich, dann ist die Frustration groß.

Leiter mit Lebensmitteln

Obwohl der Aschermittwoch schon hinter uns lag, wurde in Pampa Huasi samstags darauf nochmal Karneval gefeiert. Zunächst fand ein kleiner Umzug durchs Dorf statt. Hier war allerdings niemand verkleidet, sondern lediglich einige Personen, nämlich die, die das Fest ausrichteten, mit Konfetti und Luftschlangen behangen. Drei Leute machten Musik mit große Flöten und Trommeln. Der Zug endete an der Halle, wo sich das ganze Dorf versammelt hatte. In der Mitte der Halle war eine riesige zirka 5 Meter hohe Leiter aufgebaut. Diese war mit allerlei Lebensmitteln geschmückt. Von Gurken, Ananas, Bananen, Melonen, über Softdrinks, Singani (ein traditioneller bolivarischer Traubenschnaps) bis hin zu einer halben geschlachteten Kuh. Da Karneval hier in den Herbst fällt, ist das Fest gleichzeitig auch Anlass zum Dank für die Ernte. Für alle Anwesenden gab es eine Portion Essen, das die Frauen aus dem Dorf morgens in der Schule für alle zubereitet hatten. Abends fand noch ein großes Fest in der Halle statt, auf dem sogar eine Live-Band spielte.

Nach nur einer Woche im Projekt musste ich wieder nach Sucre, um dort die Freiwillige von „Sinpa’rispa“ abzuholen. Sinpa’rispa  ist Quechua für geflochten. Die Organisation wurde vor zirka 10 Jahren von einer Schweizerin gegründet und kümmert sich um Mädchen vom Land, die in die Stadt kommen, um hier als Hausmädchen zu arbeiten. Es werden unter anderem Kurse angeboten, in denen die Mädchen zum Beispiel bügeln oder kochen lernen. Sonntags treffen sich außerdem alle, um gemeinsam zu spielen, zu backen, oder Ähnliches. Auf Bedarf wird auch rechtlicher Beistand geleistet, denn eine der Verantwortlichen der Organisation ist eine Anwältin. Um die Mädchen auf dem Land zu informieren, arbeitet Sinpa’rispa mit bolivianischen Freiwilligen. Eine von ihnen fuhr also mit mir nach Pampa Huasi. Hier stellte sie zunächst die Organisation und deren Aufgaben vor, erzählte etwas über bestimmt Gesetze und einen Morgen spielten wir alle zusammen, Spiele wie „Reise nach Jerusalem“ und „Zublinzeln“.

Ansonsten ist so langsam Alltag eingekehrt. Dieser wurde nur am 23. März unterbrochen. Denn an diesem Datum wird „Dia del Mar“ (Tag des Meeres)  gefeiert. Vor über 130 Jahren hat Bolivien an diesem Tag seinen Meereszugang an Chile im Krieg verloren und da es hier allgemeiner Wunsch ist, diesen Zugang wieder zu bekommen, wird jedes Jahr daran gedacht. Hier in Pampa Huasi trafen sich zum Beispiel Schulklassen und andere Einrichtungen, wie das Personal der Krankenstation, am Dorfplatz und es wurden Lieder (u.a. die Nationalhymne) gesungen. Ein Schüler rezitierte außerdem ein Gedicht, dessen Thema auch der fehlende Zugang zum Meer war. Er trug dabei ein riesiges Papierboot auf dem Kopf. Auch die anderen Schüler hatten fleißig gebastelt: Kleine Papierboote, Plakate und kleine blaue Fähnchen. Diese Fähnchen werden typischerweise an diesem Tag verwendet. Sie zeigt die zwei Flaggen Boliviens, die der indigenen Völker (Whipala) und die Nationalflagge, sowie 9 kleine und einen großen Stern. Nach einem kleinen Umzug durch die Straßen versammelten sich alle in der Sporthalle. Hier wurden Tänze aufgeführt, bis sich die Veranstaltung zur Mittagszeit auflöste.

Die Mädels vom Internat und ich am Dia del Mar

Anfang April verbachte ich nochmals eine knappe Woche in Sucre, um hier gemeinsam mit Otiliana die Daten der Schülerinnen ins nationale Schülerverwaltungssystem einzutragen. Jeder Schüler in Bolivien ist hier unter einer Nummer erfasst. Egal, wo ein Schüler also zur Schule geht, alle Lehrer können dessen Noten in diesem System eintragen. So soll verhindert werden, dass Daten verloren gehen. Problematisch wird es nur, wenn man die Nummer des Schülers nicht hat. Aufgrund Internets in der Fundación und des Fehlen mancher Daten, die erst noch herausgefunden werden mussten, dauerte das Eintragen dieser Daten vier Tage.

Mit den Mädels im Internat ist es dann aber doch etwas lustiger, deswegen war ich froh, wieder dort anzukommen. Mittlerweile ist auch die Schüchternheit der Mädchen mir gegenüber nicht mehr vorhanden. So sitzen wir am Wochenende manchmal vor dem Internat, schauen in die in der Dämmerung leuchtenden Berge und quatschen. In solchen Momenten genieße ich immer wieder die Entspanntheit. Einfach in den Tag leben, nicht an Morgen denken und an all das, was noch zu erledigen ist. Die überwundene Schüchternheit der Mädels hat allerdings auch zur Folge, dass sie mich zum Beispiel zu ärgern versuchen, indem sie mit mir Quechua sprechen, da sie wissen das ich (leider) immer noch nicht viel verstehe. Ich weiß zwar manchmal grob, um was es geht, aber das war’s dann auch. Übersetzen wollen sie mir das Gesagte meistens nicht, weil es mich ja dann nicht mehr ärgern würde.

Mit dem neuen Schuljahr hieß es auch Neuwahlen: Im Internat gibt es verschiedene Aufgaben,  die von den Mädels übernommen werden und die galt es zu besetzen. So wurde an einem Morgen z.B. eine „Präsidentin“ (vergleichbar mit einem Klassensprecher), eine Verantwortliche für Gesundheit (das heißt, wenn jemand erkrankt, diejenige zur Krankenstation zu begleiten etc.), eine Verantwortliche für Sport (die dafür sorgt regelmäßig Fußball zu spielen) und andere Ämter gewählt.

So etwas stand auch für die Eltern an. Diese kamen an einem Samstagmorgen alle aus ihren Dörfern zum Internat gewandert, um zum einen über Änderungen und Regelungen informiert zu werden und zum anderen um einen neuen Elternsprecher zu wählen. Nach der Versammlung gab es für alle noch etwas zu essen.

Die vergangene Woche habe ich mit meiner Familie verbracht. Es war schön nach 8 Monaten nochmal zusammen zu sein. Wir reisten gemeinsam nach Potosí (ihr erinnert euch, die ehemals reichste Stadt der Welt) und besuchten hier z.B. die Casa de la Moneda, das Haus, in dem früher die Münzen z.B. für Spanien geprägt wurden. Heutzutage werden aber nicht mal mehr die bolivianischen Münzen im eigenen Land geprägt, da es einfach zu teuer geworden ist.

Meine Schwester und ich in der Salar de Uyuni, der Salzwüste

Von Potosí ging es für eine Dreitagestour nach Uyuni. Wir bekamen wirklich viel zu sehen: unter anderem den Eisenbahn-Friedhof von Uyuni, in dem ausrangierte Bahn-Waggons und Lokomotiven abgestellt werden, die Salzwüste, so groß wie das Saarland, Lagunen mit Flamingos und Geysire vulkanischen Ursprungs. Eine Nacht verbrachten wir in einer Unterkunft auf über 4300 Metern. Morgens gab es dort Temperaturen von um die -8°C. Als die Sonne aber rauskam, kletterten die Temperaturen schnell auf über 15°C. Insgesamt legten wir mehrere hunderte Kilometer zurück. Dabei fuhren wir manchmal mehrere Stunden durch abgelegene einsame Landstriche, in die bis auf die Touristen-Jeeps, wie z.B. der von uns, kaum jemand fährt. Die Umgebung war wunderschön und es war beeindrucken, mal wieder zu sehen, wie vielfältig die Natur in Bolivien ist. Uyuni ist wirklich ein Touristenmagnet, man sieht Menschen aus allen Ländern der Erde. Unserer Tour zum Beispiel verbrachten wir mit einem Franzosen und einer Italienerin aus Paris und natürlich mit unserem bolivianischen Fahrer. Die drei Tage waren ein tolles Erlebnis!

Jetzt sind wir zusammen zurück in Sucre. Hier besuchten wir die Casa de la Libertad, ein indigenes Kunstmuseum und den Dinosaurier-Park. 5 km vor Sucre befindet sich die größte zusammenhängende Fläche mit Dinosaurier-Fußabdrücken der Welt. Zu Ostern besuchten wir außerdem die Messe mit Bischof Jesús Perez in der Kathedrale San Francisco.

Das war’s erstmal wieder von mir und meinen Erlebnissen in den vergangen zwei Monaten. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen mit nach Bolivien nehmen. Über Fragen und Rückmeldungen freue ich mich wie immer sehr!

Herzliche Grüße aus Sucre

Teresa