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Uganda: 1. Rundbrief von Lisa Webel

Hallo zusammen,

seit 3 Monaten lebe, lerne und arbeite ich nun in Ococia – einem kleinen Dorf in Uganda. In meinem ersten offiziellen Rundbrief möchte ich euch nun über meine bisherige Zeit berichten.

Ankunft

Nach meiner Ausreise am 11. August und einer ziemlich langen aber auch wahnsinnig schönen Reise, kam ich dann endlich am 12. August in Entebbe an. Dort wurde ich bereits von meiner Mentorin Truus erwartet, die mich direkt herzlich willkommen geheißen hat. Mit ihr ging es anschließend nach Kampala, die Hauptstadt Ugandas, wo ich die ersten 4 Tage verbrachte. Als wir dann am 15. August aufbrachen, konnte ich es kaum erwarten in Ococia anzukommen. Nach etwa 8 Stunden Fahrt war es dann soweit und ich lernte die Schwestern kennen, bei denen ich für die Zeit meines Freiwilligendienstes leben werde. Ich wurde vom ersten Moment herzlich aufgenommen, als ihre neue Tochter angesehen und habe einen Namen in der lokalen Sprache bekommen: „Akiyai“, was so viel bedeutet wie „Erstgeborene“.

Im Konvent selbst habe ich ein eigenes Zimmer, das mit allem Nötigen ausgestattet ist. Allerdings ist es wirklich super heiß hier und ein paar der Moskitos haben definitiv gefallen an mir gefunden. Bisher vertrage ich alles aber sehr gut. Häufig haben wir kein fließendes Wasser und die Stromversorgung hat irgendwie ihren eigenen Kopf, was aber bisher keinerlei negative Konsequenzen hatte. Ich komme gut zurecht und konnte mich ohne Probleme schnell an die Gegebenheiten anpassen, was mir zeitgleich auch vor Augen geführt hat, was für ein Glück ich und viele andere in Deutschland eigentlich haben und das vieles, was für uns selbstverständlich ist, hier teilweise fast als Luxus gesehen wird.

Insgesamt genieße ich das Leben hier im Dorf einfach sehr. Die Atmosphäre rund um die vielen kleinen Dörfchen hier, abseits von den geschäftigen Städten, ist wirklich beeindruckend. Alle möglichen Tiere laufen frei im Dorf herum, nachts um 3 kräht der Hahn und es vergeht kein Tag, an dem man keinen Gecko sieht. Die Dorfbewohner sind alle sehr herzlich und ich genieße es immer wieder, wenn ich überall im Dorf neue Freunde treffe und wir uns gut unterhalten. Insgesamt scheint es, als würde wirklich jeder jeden kennen.

Mein Projekt

Nachdem ich euch nun hoffentlich einen Einblick in mein generelles Umfeld geben konnte, möchte ich euch etwas über meine Projektstelle erzählen. In Ococia gibt es sowohl eine Förderschule für Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen, als auch ein Gesundheitszentrum.

In der Förderschule unterstütze ich die Lehrerinnen während des Unterrichts, zeichne Abbildungen und Ausmalbilder für die Kinder und gestalte die Nachmittage mit, während denen wir spielen, tanzen oder Musik machen.

(Die Lehrerinnen und Schüler*innen der Förderschule)

Das Gesundheitszentrum besteht aus mehreren Departements, unter anderem beinhaltet es eine Entbindungsstation, ein Labor, eine Kinder- und Erwachsenenabteilung und viele organisatorische Blocks. Ich arbeite momentan in der Dispensary, was im Grunde die Medikamentenausgabe/ Apotheke des Komplexes ist. Dort unterstütze ich die Krankenschwestern bei der Betreuung der Patienten. Zudem gebe ich, unter Aufsicht des Pflegepersonals, die entsprechenden Medikamente an die Patienten aus und erkläre ihnen entweder in Englisch oder der lokalen Sprache „Ateso“, wie sie diese einzunehmen haben.

(An meinem Arbeitsplatz in der dispensary)

Da ich mich in beide Einsatzstellen verliebt habe, arbeite ich sowohl im Gesundheitszentrum, als auch in der Förderschule. Für mich war es die einzig richtige Entscheidung geteilt in beiden Projekten zu arbeiten, anstatt nur in den Ferien zum Gesundheitszentrum zu gehen. Für die Zukunft ist zudem geplant, dass ich auch alle anderen Departements des Health Centers kennenlerne.

Neben meinen eigentlichen Projektstellen helfe ich einer der Schwestern, die in einer Primary School arbeitet, beim Korrigieren der Englischarbeiten. Das macht mir sehr viel Spaß.

Daily life

In meiner Freizeit habe ich mittlerweile auch ordentlich Programm. Morgens, bevor es zur Arbeit geht, gehe ich immer gemeinsam mit den Schwestern in die Messe. Ich persönlich genieße es sehr die Gottesdienste zu besuchen, da sie mich auf gewisse Weise erden, bevor der Tag richtig losgeht

Nach der Arbeit spiele ich entweder mit den Kindern, die beim Konvent leben Fußball, werfe ein paar Pässe oder besuche die Kinder der Krankenhausmitarbeiter und spiele mit ihnen einige der lokalen Spiele. Während der Schulzeit gehe ich nachmittags am Wochenende immer zur Primary School und spiele mit einigen meiner Freunde „Netball“, was im Grunde eine Mischung aus Handball und Basketball ist.

(Meine Freunde von der Primary School)

Ab und an besuche ich, gemeinsam mit den Schwestern, ein paar der Feierlichkeiten innerhalb und außerhalb unserer Gemeinde, wobei ich auch immer wieder viele nette Menschen kennenlerne. Zudem wurde ich schon von einigen meiner Freunde eingeladen, sie mal in ihrem Heimatdorf/ ihrer Heimatgemeinde zu besuchen, worauf ich mich schon sehr freue. Auch bin ich dem Chor des Gesundheitszentrums beigetreten, wodurch ich ebenfalls viele tolle und nette Menschen treffen durfte.

Meinen 20. Geburtstag habe ich gemeinsam mit den Schwestern gefeiert. Zusätzlich zu meinem Lieblingsessen am Abend, habe ich sogar einen Kuchen bekommen und die Schwestern haben mir ein typisch afrikanisches Kleid schneidern lassen. Ich war wirklich überwältigt und unfassbar glücklich.

(Me and my cake plus dezenten Sonnenbrand ^^)

Zum Abschluss noch ein bisschen was zur allgemeinen Situation. Momentan haben wir hier Temperaturen von 30°C aufwärts, was sich manchmal so unwirklich anfühlt, wenn ich an die Temperaturen denke, die gerade zu Hause in Deutschland herrschen. Zugegeben, den Schnee werde ich an Weihnachten schon irgendwie vermissen, aber anderseits ist es auch schön, mal so sommerliche Weihnachten zu erleben.

Generell bleibt mir aber nur zu sagen, dass ich meinen Freiwilligendienst bisher zu 100% genieße und sehr positiv und voller Erwartung auf die nächsten Monate schaue. Es ist kaum zu fassen, dass ich nun schon seit etwas mehr als 3 Monaten hier bin. Die Zeit ist hier irgendwie paradox. Einerseits fühlt es sich aufgrund all der Freundschaften und Erlebnisse so an, als müsste ich schon seit Ewigkeiten hier sein. Anderseits vergeht die Zeit wie im Flug, sodass sich ein Monat eher wie eine Woche oder ein paar Tage anfühlt

Trotz all der neuen Eindrücke und Freundschaften vermisse ich natürlich auch meine Familie und Freunde, meine Gemeinde und meinen Kater zu Hause und freue mich darauf, alle in einigen Monaten wiederzusehen. Durch all die Nachrichten von daheim weiß ich aber auch so, dass all die Menschen, die mir wichtig sind auch hier an meiner Seite sind.

Zum Abschluss wünsche ich euch und euren Familien eine schöne und besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten.

Passt auf euch auf, genießt den Schnee und trinkt eine heiße Schokolade für mich mit 🙂

Liebe grüße aus dem sonnigen und heißen Ococia

Eure Lisa 🙂

Uganda: 1. Rundbrief von Henrike Adick

Angereist, angekommen, angefreundet:

Liebe Freunde, liebe Bekannte, liebe Familie, liebe Leser*innen,
ich bin jetzt seit Anfang September in Uganda und habe bereits so viel erlebt, dass ich erstmal überlegen muss wo ich anfange. Meine ersten zwei Monate waren geprägt von so viel Neuem, Überwältigendem und Warmherzigem. In diesem ersten Rundbrief möchte ich nun anfangen euch meine ersten Begegnungen und Eindrücke etwas näher zu bringen.

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Uganda: 2. Rundbrief von Katja Hopf

Liebe Familie, Freunde, Bekannte und Interessierte,

die Zeit rast und mittlerweile bin ich schon seit einem halben Jahr in Uganda. Die vergangenen Monate waren unglaublich spannend für mich, da ich nicht nur viel Zeit in meinem neuen Zuhause verbrachte, sondern die langen Schulferien in Uganda auch zum Reisen nutzen konnte. Außerdem stand natürlich das erste Weihnachtsfest ohne meine Familie vor der Tür, wovon ich Euch auch gerne berichten möchte. Uganda: 2. Rundbrief von Katja Hopf weiterlesen

Uganda: 3.Rundbrief von Katarina Alsbach

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde, Verwandte und Interessierte,

„Und doch sind nun schon 3 Monate seit dem Tag vergangen, an dem ich in Düsseldorf in den Flieger gestiegen bin, voller Vorfreude, Angst, Abschiedsschmerz und Aufregung.“ Mit diesen Worten habe ich damals meinen ersten Rundbrief begonnen und wie im Handumdrehen sind aus 3 Monaten plötzlich 11 geworden. Es gibt Tage, an denen sitze ich in meinem Zimmer und habe das Gefühl, die Zeit steht still, doch plötzlich schaue ich nach vorne und sehe, dass nur noch 2 Monate vor mir liegen. Wo ist die Zeit hin, wo ist dieses Jahr hin und wie kann es sein, dass diese Aufgabe, auf die wir Freiwilligen uns über ein halbes Jahr lang vorbereitet haben, sich nun dem Ende zuneigt?

Doch wenn ich genauer hinschaue und durch die Seiten meines Kalenders und des sich immer weiter füllenden Tagebuchs blättere, dann sehe ich wo die Zeit hin ist, was doch alles geschehen ist und was die Zeit in Uganda schon alles mit mir gemacht hat. Bevor ich also zu sehr in die Zukunft schaue, möchte ich erstmal damit anfangen, euch zu berichten, was die letzten Monate so passiert ist, da es wieder einiges war.

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Uganda: 3.Rundbrief von Janine Stammer

Anders und doch gleich

In Gesellschaft zu sein ist ein tolles Gefühl. Vor allem in Gesellschaft von Freunden oder Familie. Man fühlt sich verstanden, in Sicherheit und unterhalten. Auch wenn ich es genieße ab und zu alleine zu sein, freue ich mich, wenn ich etwas mit jemandem unternehmen kann. Ich bin dankbar dafür eine so tolle Familie und gute Freunde zu haben. Doch hier in Uganda kann das nicht jeder von sich behaupten. Viele haben mit Sachen wie HIV, früher Schwangerschaft, Malaria, Missbrauch oder anderem zu kämpfen. Das ist auch der Grund warum Somero Uganda gegründet wurde. Um solchen Leuten zu helfen eine bessere Zukunft zu haben. Uganda: 3.Rundbrief von Janine Stammer weiterlesen

Uganda: 2.Rundbrief von Katarina Alsbach

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde, Verwandte und Interessierte,

nun sind seit meinem letzten Rundbrief schon wieder ganze drei Monate vergangen, und wenn ich zurückblicke, frage ich mich, wie so oft, wo die Zeit schon wieder hin ist. Die letzten Monate waren wieder sehr abwechslungsreich und bereichernd. So habe ich unter anderem Weihnachten gefeiert, für einen Monat in einem neuen Projekt gearbeitet und durfte aufgrund des Zwischenseminares nach Ruanda reisen.

Nun aber der Reihe nach!

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Uganda: 1.Rundbrief von Katarina Alsbach

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde, Verwandte und Interessierte,

nach drei Monaten in Uganda ist es nun an der Zeit, den ersten Rundbrief zu verfassen. Es gibt Momente, in denen fällt es mir selbst noch schwer zu realisieren, dass ich tatsächlich hier bin und ich muss mich selbst erinnern: „Hey Kati, das ist gerade dein Freiwilligendienst! Du bist in Afrika!“. Und doch sind nun schon drei Monate seit dem Tag vergangen, an dem ich in Düsseldorf in den Flieger gestiegen bin, voller Vorfreude, Angst, Abschiedsschmerz und Aufregung. Drei Monate Uganda? Das waren für mich drei Monate voller neuer Eindrücke und Erlebnisse, voller Fremdheit und Glücksgefühle. Drei Monate voller Erdnüsse, riesigen Portionen an Essen, Unmengen an Zucker im Tee, Sonnenschein und Hitze. Aber vor allem kann ich sagen, dass es drei überwiegend schöne Monate waren auf die ich jetzt schon mit einem Lächeln und voller Dankbarkeit zurückblicke.

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