Schlagwort-Archive: Ruanda

Ruanda: 1. Rundbrief von Tobias Stoll

Ein schwerer Tag

Es war soweit, der letzte Tag in Deutschland war angebrochen. Ich ging abends mit Freund_innen in unser Stammlokal essen. Wir saßen gemütlich zusammen und unterhielten uns, als wäre alles wie immer. Aber als wir uns „tschüss“ sagten, war es für mich, als würde ich Sie nie wiedersehen. Es ist zwar nur ein Jahr, aber in diesem Moment kam es mir vor, als wäre es ein Abschied für immer. Wir machten noch ein Foto zusammen und ich fuhr mit meiner Freundin und meiner Schwester nach Hause. Ruanda: 1. Rundbrief von Tobias Stoll weiterlesen

Uganda: 3. Rundbrief von Kathrin Ringeisen

Liebe Leser,

Zu Anfang des neuen Jahres gab es für mich auch wieder viele neue Dinge zu sehen und zu erleben. Ich habe für zwei Wochen in einem anderen Projekt mitgearbeitet, bin nach Ruanda gereist, habe den Schulbeginn miterlebt und eine neue AG begonnen. Uganda: 3. Rundbrief von Kathrin Ringeisen weiterlesen

Ein Tag wie jeder andere

„Aaaaaallaahuu Akbar!“ Ich reibe meine Augen und schaue auf die Uhr. Vier Uhr Fünfunddreißig.
Na toll. Wiedermal vom Kassettenrekorder der Moschee wach geworden. Der durch Lautsprecher verstärkte Gesang des nicht vorhandenen Muezzins erklingt über dem muslimischen Viertel von Ruhengeri. „Aufstehen Leute, es ist Zeit zum Beten“, lautet die Botschaft, doch ich drehe mich um und schlafe noch ein bisschen weiter… Ein Tag wie jeder andere weiterlesen

Ruanda: 3. Rundbrief von Maximilian Görgens

Liebe Leserinnen und Leser,

das Zwischenseminar, welches vom 21. bis zum 24. Januar in dem beschaulichen Wallfahrtsort Kibeho im Süden Ruandas stattfand, hat mir die Möglichkeit gegeben, für ein paar Tage aus meinem Alltag auszubrechen und aus einigem Abstand auf mein vergangenes halbes Jahr in Matimba zurückzublicken. Auf das, was ich bereits erfahren und erleben durfte und auf das, was in dieser Zeit gewachsen und geworden ist. Ein Rückblick auf gute wie schlechte Tage, auf Begegnungen mit den Menschen hier, die mich in so kurzer Zeit durch ihre liebenswerte und herzliche Art, durch ihre Unterstützung und ihren Beistand so reich beschenkt haben, dass ich keine Worte dafür habe. Die Lektion, was es heißt, jedem Menschen mit Offenheit und Freundlichkeit zu begegnen, füreinander da zu sein und tiefe Verbundenheit im Herzen zu spüren, lässt sich nirgendwo besser verinnerlichen als in Matimba. „Ndagushize ku mutima – Ich habe dich in mein Herz geschlossen“, an keinem Ort der Welt ist dieser Satz gehaltvoller als hier. Ruanda: 3. Rundbrief von Maximilian Görgens weiterlesen

Ruanda: 2. Rundbrief von Maximilian Görgens

Liebe Leserinnen und Leser,

Wer feststellen will, ob er sich verändert hat, der sollte zu einem Ort zurückkehren, der unverändert geblieben ist“, lautet ein bekanntes Zitat des kürzlich am 5. Dezember verstorbenen Freiheitskämpfers Nelson Mandela, dessen Trauerfeier in den ruandischen Nachrichtensendungen thematisiert und am Fernsehbildschirm in der Pfarrei Matimba verfolgt wurde. Doch Matimba ist ein dynamischer Ort, der ständig in Bewegung ist, voller Aktivitäten und Überraschungen steckt und der sich wandelt. So habe ich, nachdem ich am 18. November nach meinem zweimonatigen Aufenthalt im Projekt in Nyarurema zurück in meine ruandische Heimat gekehrt bin, gemerkt, dass die Zeit während meiner Abwesenheit nicht stehen geblieben ist. Jetzt bin ich wieder mittendrin, eingespannt in die Kinder- und Jugendarbeit der Pfarrei, die besonders in der gegenwärtigen Ferienzeit einen Zulauf erlebt. Auch wenn Matimba demgemäß ein sich wandelnder Ort ist, lässt sich dennoch eine Lehre aus Mandelas Rat ziehen, der in seiner Essenz dazu ermutigen möchte, eine Rückkehr als Chance zu betrachten und einen zweiten Blick auf die Dinge zu werfen. Ruanda: 2. Rundbrief von Maximilian Görgens weiterlesen

2. Rundbrief von Korinna Schmitz

Die tragische Geschichte Ruandas — oder: Wenn Freunde zu Feinden werden

Zwischen April und Juli 1994 wurden etwa 1 Million Menschen grausam ermordert – in einer Zeitspanne von knapp 100 Tagen. Die meisten Getöteten waren Tutsis, die meisten Täter Hutus.
Bilderwand mit Fotos einiger Verstorbenen (Memorial Center, Gisozi, Kigali)
„When they said ‚never again‘ after the Holocaust,
was it meant for some people and not for others?“
Kabahizi Apollon

 

Wie konnte es zu so etwas kommen? 2. Rundbrief von Korinna Schmitz weiterlesen

EXKURSION: „Muri sanga!“ [„Feel at home!“] – oder: zu Besuch in einer einfachen Familie

Vom 25. bis 27. November 2011 galt es, African Experience zu sammeln. Seit meiner Ankunft hier wollte ich immer mal raus aus der – für afrikanische Umstände – reichen Pfarrei, rein in das Leben einer armen Familie. Und an eben diesem vergangenen Wochenende hatte ich die Gelegenheit dazu. Von schmutzigem Wasser, Sorghumbier zum Frühstück und Bettwanzen erfahrt ihr HIER.

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