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Kroatien: 3. Rundbrief von Sinah Clos

17. Januar 2012 von sinahaline.clos

Lieber Solidaritätskreis, liebe Freunde und Familie, liebe Leser,

nun bin ich schon fast ein halbes Jahr in Kroatien und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht unsterblich in dieses Land verliebt habe.
„You may not always end up where you thought you were going. But you will always end up where you are meant to be.”  (auf Deutsch: „Du kannst nicht immer dort landen, wo du dachtest, wo du hingehen würdest. Aber du wirst immer dort landen, wo du sein solltest.“)
Ich habe in Kroatien ein Zuhause gefunden, in das ich wohl mein Leben lang immer wieder zurückkehren werde, wobei es mir momentan auch noch unmöglich erscheint, hier überhaupt wieder weg zu gehen. Ich bin mittlerweile an dem Punkt angekommen, an dem ich sage, dass mein Projekt in Kroatien das Beste ist, was mir passieren konnte. Denn während ich vor meiner Abreise immer noch an meinem Traum festhielt, nach Afrika zu gehen,  und zwar „entweder nach Afrika oder nirgendwohin“, bin ich mittlerweile überglücklich, dass ich hier bin, in Kroatien. Mir wurde vor allem klar, dass es letztendlich nicht darauf ankommt, in welches Land man geht und welche Orte man besucht, sondern dass es ganz alleine darauf ankommt, welchen Menschen man auf seinem Weg begegnet. (weiterlesen …)

Kroatien: 1. Rundbrief von Sinah Clos: Šinka in Šibenik…

15. August 2011 von sinahaline.clos

Dobar Dan / Guten Tag liebe Leser,

Freunde, Bekannte, Familie,

lieber Solidaritätskreis,

Am 28. Juli ging es für mich also endlich los. Um 13:30 Uhr, bzw. mit etwas Verspätung, fuhr mein Bus in Mannheim in Richtung Süden los. Es ging durch München, Österreich und Slowenien und schließlich kam ich 21 Stunden später an meinem Zielort an: Šibenik. Die Fahrt war anfangs sehr seltsam, da alle Mitreisenden fließend Kroatisch sprachen, ich das größte Gepäck von allen hatte, mein Busfahrer den Eindruck machte, als hätte er noch nie was von „Šibenik“ gehört und es auch vorzog, kein Wort Englisch oder Deutsch zu reden. Zu meinem Glück stieg aber in München eine nette junge Frau ein, setzte sich neben mich und erzählte mir zu meiner Erleichterung sofort, dass sie auch nach Šibenik fährt. Sie erzählte mir außerdem, dass sie seit 13 Jahren in Deutschland wohnt, aber ursprünglich aus Šibenik kommt, und konnte mir deshalb auch sehr viel von meinem zukünftigen Zuhause berichten.

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2. Rundbrief von Judith aus Kroatien

16. Februar 2011 von Judith

Klappe die Zweite…

Die Temperaturen sind kühler, der Wind stärker und das Wetter schlechter. Der Winter ist da. Doch nicht nur das Klima lässt darauf schließen, auch die wenigen Menschen in der Stadt verdeutlichen den Jahreszeitenwechsel. Denn jetzt ist die Tourismussaison endgültig zu Ende (abgesehen von den wenigen asiatischen Besichtigungsgruppen, die man manchmal noch sichtet) und die Einheimischen gehen nur noch an die frische Luft, wenn es wirklich nötig ist, d.h. zum Arbeiten, Einkaufen oder eventuell zu einem kleinen Spaziergang. Dieser darf aber auch nicht allzu lange dauern, da es kalt ist und die Menschen hier etwas empfindlich sind, wenn es um das Wetter geht (kurze Anmerkung: durchschnittlich etwa 7° C). Lediglich die vielen Tauben, Möwen und Katzen bleiben der Stadt treu und zeigen sich immernoch mit viel Präsenz! (weiterlesen …)