Ukraine: 1. Rundbrief Maike Schmidt
3. November 2010 von maike.schmidtСлава ісусу Хрнсту,
(Dies ist eine Begrüßungsform in der Ukraine und bedeutet “Gelobt sei Jesus Christus”.)
Ich bin jetzt schon längere Zeit in der Ukraine und schreibe endlich meinen ersten Rundbrief.
Zunächst stand mir meine Abreise bevor. Ich musste morgens um 4 Uhr aufstehen, denn um 5 Uhr sollte ich in Saarbrücken an meinem Bus sein. Der Bus kam natürlich nicht pünktlich, sodass ich eine halbe Stunde länger hätte schlafen können. Naja, ich wurde am Bus von meiner und zwei weiteren befreundeten Familien verabschiedet, obwohl es am letzten Wochenende schon eine Überraschungsabschiedsparty gegeben hatte. Als der Bus dann abgefahren war, habe ich erst einmal geschlafen. Allerdings wurde mein Schlaf in Deutschland zweimal unterbrochen, da wir umsteigen mussten. Ich weiß bis heute nicht warum. Unterwegs stiegen noch viele Menschen zu. Als letztes stieg ein Mann mit seinem Sohn zu. Gott sei Dank, denn im Bus sprachen alle nur Ukrainisch, und der Mann hat mir dann Alles übersetzt, als er bemerkte, dass ich fast nichts verstand. Da mir die ukrainische Sprache und die ganze Umstellung zu viel waren, habe ich mich schließlich aber entschieden, weiter zu schlafen. Diese Einstellung habe ich insgesamt 25 Stunden durchgehalten. Als wir endlich in Lemberg ankamen, gab es schon Schwierigkeiten, da der Bus weder am Busbahnhof noch am Bahnhof Halt machte, sondern an einem Motel, welches 20 Minuten mit dem Taxi vom Bahnhof entfernt liegt. Was für ein Glück, dass der Mann mit seinem Sohn auch zum Bahnhof musste. Er fuhr mit dem Gepäck voraus, und der Sohn und ich kamen nach. Der Mann setzte mich auch noch in den Zug. In Iwano angekommen, haben Judith und Ira mich abgeholt. Wir sind dann in die Mateka gefahren, mein neues Zuhause, und dort habe ich dann wieder erst einmal geschlafen. Mein Chef und Lesja (eine Mitarbeiterin) waren im Urlaub. Judith hat mich aber schon mit vielen Leuten bekannt gemacht und hat mir alles gezeigt. (weiterlesen …)