Bolivien: 2. Rundbrief von Awa Manneh

Hola liebe Rundbriefleser,

seit meinem letzten Rundbrief ist wieder etwas Zeit vergangen.

Im Oktober haben wir eine italienische fundación am Titicacasee besucht. Diese bietet den Jugendlichen die Chance das Schreinern und Malen  zu erlernen. In den Werkstätten werden Betten, Stühle, Tische, Sessel, Figuren und Bilder hergestellt. Viele der Figuren und Bilder  werden an Kirchen im ganzen Land verkauft.

 

                      

(Jugendlicher beim fertigen eines Altars )                                                                                                                            (Außenansicht des Projektes )

Im November hatten wir für 6 Wochen  Besuch von zwei älteren Spanierinnen namens Anna und Rosa: Anna, die Gründerin der fundación Pailliri war zum ersten Mal seit knapp 7 Jahren wieder zu Besuch hier gewesen. Ihre Freundin Rosa ist Ärztin, die sich die gesundheitliche Verfassung der Kinder im Projekt angeschaut hat und Vorträge für Eltern und Erzieher gehalten hat.

Tagesausflug Lagunen

Mit meinen beiden Mitbewohnern Almudena und Joan und meiner Chefin Isa haben wir einen Tagesausflug zu den Lagunen am Fuße des Huayana Potosi gemacht.

 

Bild könnte enthalten: 4 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen, Himmel, Berg, im Freien und Natur

(Almudena,Isa ,Joan und ich auf dem Weg zu den Lagunen )

Nachdem wir fast 3 Stunden durch kleinere Dörfer gefahren sind sind wir endlich am Ziel angekommen. Die lange Fahrt hatte sich definitiv gelohnt, denn der Ausblick war einfach wunderschön.

(Lagunen am Fuße des Huayna Potosi )

Im Dezember drehten wir einen Film über die fundación Palliari. Dazu hatten wir Hilfe von einem italienischen Freiwilligen namens Giovanni. In verschiedenen Szenen werden die Projekte und ihre Mitarbeiter vorgestellt und gezeigt, wie z.B die Kindergartenkinder auf dem Bauernhof sind.

Dort werden ihnen die verschiedenen Tiere und Gemüsesorten erklärt oder das Team von Pädagogen und Sozialarbeitern vorgestellt. Nach 2 Wochen Filmen und Schneiden war der Film dann endlich fertig.

 

( die Kinder des Projektes in Mitchme )

Am 19.Dezember hatten die Kindergartenkinder ihre promoción (dabei verlassen die Kinder den Kindergarten um in die Vorschule zu gehen). Dazu wurden in der Fabrik einheitliche Roben hergestellt und ein Saal angemietet und festlich geschmückt (es wurde sogar ein roter Teppich ausgerollt). Dort bekamen die Kinder, in Begleitung eines Elternteils, ihre Urkunden verliehen und es wurde gegessen und getanzt.

( die Kinder am Tag ihrer Promocion)

Anschließend begannen auch schon die Weihnachtsferien. Zwei Tage vor Weihnachten flog meine Mitbewohnerin Almudena zurück nach Spanien. Jetzt wohnen wir nur noch zu zweit in der WG.

Weihnachten

Weihnachten verbrachten wir zusammen mit der Familie und unserer Chefin in ihrem Haus. Den ganzen Morgen verbrachten wir damit die Geschenke für die Kinder einzupacken und das Essen vorzubereiten. Gegen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu zwei Waisenhäusern, um zusammen Kuchen zu essen, Kakao zu trinken und ihnen Geschenke zu übergeben. Nachdem wir einen Film geschaut hatten bekamen die Jungen und Mädchen ihre Geschenke: die Brüder Onassis und Heros bekamen identische Poloshirts und ein Foto, die Geschwister Noemi, Jose-Carlos und Nicol bekamen jeweils ein Foto, zwei Röcke für die Mädchen und ein Poloshirt. Es war total schön den Nachmittag mit ihnen zu verbringen.

Danach machten wir uns wieder auf den Weg zum Haus unserer Chefin. Dort wurden die Geschenke ausgepackt. Pedro, der kleinste, durfte den Weihnachtsmann spielen und die Geschenke verteilen. Nachdem jeder sein Geschenk hatte wurde gegessen und noch eine Weile gemütlich zusammengesessen, gelacht und Geschichten erzählt. Obwohl das mein erstes Weihnachten war, das ich nicht Zuhause verbracht hatte, war es wirklich schön und familiär.

Zum neuen Jahr haben sich in meinem Projekt einige Dinge verändert. Zum Beispiel ist die Außenfarbe des Kindergartens nicht mehr Gelb sondern wurde Blau angestrichen. Ich arbeite nicht mehr mit den Kindern im Alter von 4-5 Jahren zusammen sondern mit den Kindern im Alter von 3-4 Jahren. Viele Erzieherinnen haben zum neuen Jahr die Kindergärten gewechselt.

Der Saal ist derselbe geblieben, nur die Erzieherin hat gewechselt. Nun arbeite ich mit einer neuen Erziehrerin namens Katerin zusammen, mit der ich auf 20 Kleinkinder aufpasse. Das alles sind ziemlich viele Veränderungen gewesen aber so langsam habe ich mich daran gewöhnt. Morgens arbeite ich von 08-13 Uhr im Kindergarten und gehe Kati zur Hand. Danach gehe ich nach Delicias. Da in Delicias, dem anderen Zentrum für Kinder und Jugendliche, nur wenige Erzieher arbeiten, bin ich dort nun halbtags von 13-16 Uhr und leiste den Kindern Hilfestellung bei ihren Hausaufgaben.

Zum 20 .April bekommen wir eine neue Mitbewohnerin aus Spanien. Sie ist eine Lehrerin, die für 4 Monate in Delicias arbeiten wird. Im Mai bekommen wir für 4 weitere Monate noch eine Mitbewohnerin aus Spanien und im Juni kommt noch ein Freiwilliger aus Spanien (unser Freiwilligenhaus füllt sich wieder).

Das wars fürs Erste .

Hasta Pronto

Awa 🙂

 

 

 

 

 

 

Ruanda: 3.Rundbrief von Dominik Unterrainer

Hallo ihr,

nun ist es schon lange her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe… Seit Beginn des neuen Schuljahrs ist jeder Anschein von Langeweile verflogen! Ich fühle mich inzwischen richtig wohl und zu Hause hier!

Zu Beginn des Schuljahrs hat sich mein Aufgabenbereich stark geändert: Letztes Schuljahr habe ich überwiegend in der Metallwerkstatt mitgeholfen, während ich jetzt die meiste Zeit im Computerlab verbringe, um dort die Computer zu reparieren und verschiedene Klassen zu unterrichten. Dort vertrete ich  eine Lehrerin, die zurzeit im Mutterschutz ist. Vor allem in den ersten Unterrichtsstunden war es für mich eine Herausforderung im Unterricht auf der anderen Seite, nämlich vor der Klasse, zu stehen. Dazu gehört dann natürlich auch den Unterricht vorzubereiten, Prüfungen zu schreiben, Noten zu vergeben usw.

Und was genau habe ich da unterrichtet? Ruanda: 3.Rundbrief von Dominik Unterrainer weiterlesen

Ruanda: 3. Rundbrief von Lisa Richertz

                                                                       Projekte

Seit ich hier bin sind nun 8 Monate vergangen. In dieser Zeit habe ich eine Menge gesehen, was nicht unbedingt dem entspricht, was ich gewohnt bin. Ich war nun auch in den umliegenden Ländern Uganda und Kenia. Um mal mit den banalen Dingen anzufangen, habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt, wenn es in einem Restaurant oder einer Bar keine normalen Toiletten sondern nur Latrinen im Boden gibt. Ruanda: 3. Rundbrief von Lisa Richertz weiterlesen

Ruanda: 3. Rundbrief von Tobias Stoll

Meine neuen Herausforderungen des Alltags

Als ich im Sommer letzten Jahres nach Ruanda flog, war mir bewusst, dass das Leben hier anders sein wird als zu Hause in Deutschland. Aber was das wirklich heißt, möchte ich in diesem Rundbrief näher beschreiben.

Vom ersten Tag an hatte ich kein fließendes Wasser in meiner Unterkunft in Nyarurema. Beim Bau einer neuen Straße wurden die Wasserleitungen zerstört. Dadurch musste jeden Tag am Brunnen im Dorf Wasser geholt werden, je zwischen 20 und 40 Litern, je nachdem Ruanda: 3. Rundbrief von Tobias Stoll weiterlesen

Ukraine: 3. Rundbrief von Franziska Keller

Hoffnung

Plötzlich stehen alle um mich herum auf. Alle 50.000 Zuschauer, die, wie wir, am heutigen Spieltag im Stadion Olympisky in Kiew sind. Die Verwunderung darüber steht meinen Eltern ins Gesicht geschrieben. Was passiert jetzt? Ich weiß es, da ich hier schon mehr als 9 Monate Erfahrung sammeln konnte. Instrumentalmusik erklingt, ich bekomme Gänsehaut und stehe auf. Meine Eltern tun es mir gleich. Ukraine: 3. Rundbrief von Franziska Keller weiterlesen

Nigeria: 2. Rundbrief von Karen Berg

Es hat sich viel verändert. Ich lebe jetzt hier, ich fühle mich nicht mehr fremd (oder nur noch sehr selten). Es ist kein abstraktes Jahr, in dem ich die Welt verbessern will, sondern meine Realität, ich lebe hier und habe meinen Alltag gefunden. Das mag vielleicht wenig aufregend klingen, ist es aber doch immer wieder aufs Neue. Nigeria: 2. Rundbrief von Karen Berg weiterlesen

Bolivien: 4. Rundbrief von Aaron Müller

Von Wasserrohren und Weihnachten – die Sommerferien

Kaum hatte ich mich eingewöhnt, schon war auch alles wieder anders. Ende November begannen die Schulferien; die Jungs fuhren nach Hause und die meisten Lehrer zu Fortbildungen.
Ich blieb die meiste Zeit über im Internat, um meine Arbeit fortzusetzen. Die Zeit, in der ich nichts zu tun hatte, ist schon lange vorbei. Mittlerweile muss ich schauen, wie ich alle Projekte in der vergleichsweise kurzen Zeit beenden kann.

Bolivien: 4. Rundbrief von Aaron Müller weiterlesen